13.09.2016 05:53 |

"Kein Witz!"

So lacht das Ausland über unseren "Ewig-Wahlkampf"

"Steht die Nation nicht ein bisserl deppert da?", fragte laut "Süddeutscher Zeitung" einer der anwesenden ausländischen Journalisten Innenminister Wolfgang Sobotka, nachdem dieser die Verschiebung der Stichwahl um die Hofburg auf den 4. Dezember verkündet hatte. Der "Ewig-Wahlkampf" in Österreich kann damit zumindest noch jemanden erheitern - aber wohl nur im Ausland.

"Loriot hätte seine Freude an dieser Pressekonferenz gehabt", ist jedenfalls in der "Süddeutschen Zeitung" zu lesen, wo man sich dann über Sobotkas Worte zur "technischen Situation des Klebers" belustigt. Dass das Land "deppert dastehe", wollte der Innenminister freilich nicht so festgestellt haben.

Etwas anders sehen das wohl die Kollegen vom "Blick" aus der Schweiz:

Ihren Artikel übertitelten sie gleich mit "Kein Witz!", weil sie offenbar stark befürchteten, dass ihre Leser die neuerliche Verschiebung für einen (schlechten) Scherz halten könnten. Und auch sie halten fest: "Dass er je eine Pressekonferenz zum Thema der chemischen Zusammensetzung von Klebestellen an Wahlcouverts halten würde, hatte sich der Politiker wohl nicht träumen lassen."

Von der "Klebstoffpanne" bis zur "Leim-Krise"
Generell hatten Wortspiele mit Klebstoff freilich Hochkonjunktur: Von einer "Klebstoffpanne als Wahl-Bremse" schrieb etwa die "Bild", eine "Leim-Krise" orteten die Schweizer von "20 Minuten".

Die spanische "El Pais" sprach hingegen von einem "schweren Schlag gegen das Image des Landes im Ausland":

Twitter & Co. nehmen Verschiebung mit Humor
Aber auch in Österreich selbst sorgte die Verschiebung für so manchen Lacher, zumindest, wenn man die Social-Media-Kanäle verfolgte:

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