Mi, 20. März 2019
04.09.2016 08:02

Oklahoma alarmiert

Fracking könnte Erdbeben in USA ausgelöst haben

Mit einer Stärke von 5,6 auf der Richterskala war es das bisher stärkste Erdbeben in der Geschichte des US-Bundesstaats Oklahoma - verursacht wahrscheinlich von Menschenhand durch sogenanntes Fracking. Das vermutet zumindest die Gouverneurin des Bundesstaates, Mary Fallin, die deshalb am Freitagabend eine Überprüfung mehrerer Abwasserbrunnen nahe der Stadt Pawnee ankündigte, wo das Epizentrum des Bebens lag.

Fracking wird eingesetzt, um insbesondere Erdgas, aber auch Erdöl aus Gesteinsschichten herauszupressen, aus denen der Rohstoff nicht einfach via Bohrloch strömen kann. Dabei wird unter hohem Druck ein Gemisch aus Wasser, Sand und Chemikalien in den Boden gepresst, um das undurchlässige Gestein aufzuspalten, sodass darin enthaltenes Erdgas oder Erdöl freigesetzt wird.

Beim Fracking entstehen jedoch auch große Mengen von Brackwasser. Dieses wird entsorgt, indem in bis zu einem Kilometer Tiefe unter der Erdoberfläche Brunnen angelegt werden. Diese künstliche Einlagerung von Wasser kann Experten zufolge den Druck entlang geologischer Bruchlinien verstärken und Erdbeben auslösen.

Laut einer Untersuchung der US-Erdbebenwarte ist die Entsorgung von Abwasser aus der Fracking-Technologie die wichtigste Ursache für vom Menschen verursachte Erdstöße im Zentrum und Osten der Vereinigten Staaten. Dadurch drohten in Oklahoma, Kansas, Texas, Colorado, New Mexico und Arkansas vermehrt Erdbeben.

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