Wahl-Umfrage

Landes-SP stürzt ab, Pühringer zieht davon

Noch knappe drei Wochen bis zur Nationalratswahl, aber noch gut drei Jahre bis zur nächsten Landtagswahl - die „OÖ-Krone“ wollte für ihre Leser wissen, wie unsere Landsleute derzeit abstimmen würden. Und ließ die Linzer IMAS-Meinungsforscher rund um Andreas Kirschhofer in einer Repräsentativumfrage das Stimmungsbild im Land erheben.

Das Ergebnis: Bei der Nationalratswahl liegt die ÖVP von Wolfgang Schüssel hierzulande derzeit mit 40 bis 42 Prozent knapp vor der SPÖ rund um Alfred Gusenbauer mit 36 bis 38 Prozent. Die Grünen kämen jetzt im Land ob der Enns auf 8 bis 10, die FPÖ auf 4 bis 6, das BZÖ auf 2 bis 4 und die Liste Hans-Peter Martin auf 4 bis 5 Prozent.

An der Spitze also noch ein denkbar knappes Rennen, wenn es um den Nationalrat geht. Aber wie würde es aussehen, wenn wir den Landtag wählen könnten? Das lässt die „Krone“ schon seit Jahren von IMAS erheben. Von jenen Meinungsforschern, die das Ergebnis der letzten Landtagswahlen (VP 43,4%, SP 38,3, FP 8,4 und Grüne 9,1%) am knappsten voraussagten.

Absturz der SP
Seit dieser für die VP so enttäuschenden Wahl 2003 blieben die Werte für die Partei von Landeshauptmann Josef Pühringer fast praktisch stabil. Erich Haider und seiner SPÖ ging es ähnlich - auf hohem Niveau stabil. Im Vorjahr war man mit 40 bis 42 Prozent gegenüber der VP (41 bis 43%) sogar so gut wie gleichauf. Ein Trend, der sich fortsetzt? Mitnichten! Die oberösterreichischen Sozialdemokraten stürzen zur Halbzeit der Periode dramatisch ab, kommen jetzt in der Wählergunst nur noch auf 33 bis 35 Prozent.

Grüne schwächeln
Gänzlich anders die Entwicklung der Volkspartei: Für sie würden sich bei Landtagswahlen derzeit 48 bis 50 Prozent entscheiden, sie läge 15% (!) vor der SP, hätte die absolute Mehrheit. Eine Koalition mit den Grünen von Rudi Anschober wäre nicht mehr notwendig. Die schwächeln ohnedies - mit 7 bis 9 Prozent schwächster Wert seit Jahren. FPÖ (3 bis 5) und BZÖ (2 bis 4%) liegen im Keller-Duell Kopf-an-Kopf.

Pühringer im Hoch
Bittere Pillen setzt es für Erich Haider übrigens nicht nur bei der Sonntagsfrage zur Parteienpräferenz. Auch bei der Frage, wer sich am besten als Landeshauptmann eignet, fallen seine - schon bisher bescheidenen - Werte weiter: Nur noch 12 Prozent halten ihn für das bessere Landesoberhaupt. Ein ausgezeichnetes, wenn auch nicht sein persönlich bestes Ergebnis fährt Josef Pühringer mit 64 Prozent ein.

 

 

Grafik: Barbara Mungenast

Freitag, 25. Juni 2021
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