Angst vor Terror

Sicherheitswarnung auch auf unseren Bahnhöfen

Nach zwei versuchten Bombenanschlägen auf Züge in Deutschland gibt es nun auch auf Oberösterreichs Bahnhöfen erhöhte Sicherheitswarnungen: Am Wochenende wurden betroffene Polizeiinspektionen angewiesen, besonders auf herrenlose Gepäckstücke zu achten. Große Bahnhöfe werden mit mehr als hundert Video-Kameras überwacht.

„Es gibt bisher keine Anzeichen dafür, dass sich der Terror von Deutschland auf Österreich ausdehnen wird - aber derzeit läuft bei uns eine Sensibilisierung, wurden am Wochenende Polizeiinspektionen schriftlich angewiesen, Bahnhöfe besonders zu überwachen. Es geht dabei vor allem um allein herumstehende Gepäckstücke, aber auch um verdächtig wirkende Personen“, erklärt Oberösterreichs Sicherheitsdirektor Dr. Alois Lißl.

Überwachung obliegt Banhöfen
Die Überwachung obliegt allerdings den Bahnhöfen selbst. Das Geschehen am Linzer Hauptbahnhof wird von eigenem Sicherheitspersonal über nunmehr bereits mehr als einhundert Video-Kameras überwacht, die in den Hallen, auf den Bahnsteigen und dem Vorplatz installiert sind. „Zudem sind auch die Notrufsäulen mit Kameras gekoppelt - die Überwachung läuft über unsere Leitzentrale in Attnang-Puchheim“, berichtet der Linzer ÖBB-Sprecher Mario Brunnmayr über das moderne Überwachungssystem auf den Bahnhöfen Linz, Wels und Attnang-Puchheim.

Big Brother zeigt Verbrecher unmaskiert
Video-Sequenzen werden 72 Stunden lang auf Festplatte gespeichert, werden nur bei Verdachtsfällen den Sicherheitsbehörden überlassen. Auf diese Art konnte mittels Bahnsteig-Video ein verdächtiger Bombenleger in Deutschland gefasst werden, weil ihn Big Brother unmaskiert zeigte.

Entwischen konnte allerdings im April ein Bankräuber, der mit 30.000 € Beute per Bahn von St. Valentin nach Linz geflohen war: Da stieg er unmaskiert aus - nur waren die Bahnsteigkameras noch nicht installiert.

 

 

Foto: Horst Einöder

Montag, 21. Juni 2021
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