Fr, 17. August 2018

36 Messstationen

25.04.2016 16:42

Im Ernstfall wird die Bevölkerung sofort alarmiert

Krko - ein Begriff, bei dem es vielen Kärntnern kalt den Rücken hinunterläuft. Seit der Inbetriebnahme des AKW 1981 vergeht kein Jahr ohne Pannen oder Reaktorabschaltungen. Sollte es im Kraftwerk zu einem Unfall kommen und Gefahr für die Bevölkerung bestehen, tritt der Kärntner Strahlenalarmplan in Kraft.

In ganz Österreich gibt es ein Frühwarnsystem für nukleare Strahlung mit 336 Messstationen; 36 davon stehen in Kärnten. Ein Strahlenschutzbeauftragter des Landes und die Landesalarmzentrale (LAWZ) haben Zugriff auf das System, auch auf die in Slowenien stationierten Anlagen.

"Es gibt Verträge mit unseren Nachbarländern, um auf deren Frühwarnsysteme zugreifen zu können. So erfolgt im Ernstfall ein frühzeitiger Informations- und Datenaustauch", erklärt der Strahlenschutzbeauftragte Rudolf Weissitsch. Eine Vertuschung eines nuklearen Vorfalls wie vor 30 Jahren in Tschernobyl sei heutzutage unmöglich. Sollte es zu einem atomaren Horrorszenario in Krko kommen, sei das Einsatz- und Koordinationscenter (EKC) in Wien die zentrale Drehscheibe für den Informations- und Koordinationsaustausch zwischen Bund und Land. Zusammen mit dem EKC, dem Ministerium für ein lebenswertes Österreich, Gesundheitsministerium und Meteorologen werde die Lage genau analysiert.

Droht Gefahr, greift der Kärntner Strahlenalarmplan und der Landeskrisenstab wird hochgefahren. Parallel dazu erfolgt der ständige Informationsaustausch mit den Ministerien.

Der Strahlenschutzbeauftrage des Landes hat dafür Sorge zu tragen, dass die Bevölkerung mittels Sirenensignalen und über die Medien sofort alarmiert wird.

"Es ist unsere Pflicht, der Bevölkerung mitzuteilen was passiert ist, was auf uns zu kommt und welche Erstmaßnahmen vorbereitet werden sollen", so Weissitsch: "Und man sollte den Informationen des Landes Glauben schenken. Es werden nur sichere Informationen weitergegen."

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