22.07.2006 15:21 |

Ist er unser Urahn?

Neandertaler-DNA vor Entschlüsselung

Mit amerikanischen Kollegen wollen Forscher des Max-Planck-Instituts in Leipzig das Erbgut des Neandertalers entschlüsseln. Dabei hilft dem Team ein Oberarmknochen aus der Zeit um 40.000 vor Christus, der trotz seines hohen Alters noch genügend DNA enthalten könnte.

Vor 150 Jahren wurde der dunkelbraune, 30 cm lange Knochen bei Arbeiten nahe Düsseldorf entdeckt. Der Neandertaler hatte sich zu Lebzeiten seinen linken Arm gebrochen und musste schwere Arbeiten mit der rechten verrichten. "Das hat das Knochenmaterial dichter werden lassen", erklärt Professor Ralf Schmitz. "Ohne diesen Fund hätten wir keine Chance, nach so langer Zeit noch DNA zu entdecken."

Vom Erbgut will man die Verwandtschaft zwischen Mensch und Neandertaler klären. Frühere DNA-Tests hatten nämlich in Frage gestellt, ob er ein direkter Vorfahre des Homo sapiens ist.

Sonntag, 13. Juni 2021
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