Fr, 14. Dezember 2018

Sensationsfund:

01.02.2016 16:28

Königsstadt Noreia in Kärnten entdeckt?

Es ist eine Sensation: Eine Gruppe von Hobby-Archäologen à la "Indiana Jones" will die sagenumwobene Hauptstadt des keltischen Königreiches Noricum in Kärnten gefunden haben. Es soll ihnen gelungen sein, eines der größten Geheimnisse Österreichs - konserviert unter der Erde des Görtschitztals - zu lüften.

"Wir haben Noreia entdeckt", freut sich Josef Stockinger von der Arge Noreia. Jahrelang wurden auf der Suche nach der verschollenen Hauptstadt des einstigen keltischen Königreiches Noricum unzählige Dokumente gesichtet und recherchiert. "In antiken Schriften steht geschrieben, dass Noreia 1200 römische Stadien, also umgerechnet 223 Kilometer, vom römischen Aquileia entfernt liegt", so Stockinger: "Die Entfernung hier passt punktgenau."

Die keltischen Siedlungen, die zwischen dem Feichterkogel in der Obersteiermark und dem Görtschitzal entdeckt wurden, umfassen eine Fläche von 100 Quadratkilometern. Stockinger: "Wir konnten eine riesige Bergfestung lokalisieren, aber auch Überreste eines Flusshafens an der Mur, zahlreiche Kohleöfen für die Eisenproduktion, Tausende Gräber sowie das befestigte Handelszentrum auf dem Kirchberg im Görtschitztal, das zusätzlich von einer Festung geschützt war." Alleine die Anlage im Görtschitztal erstreckt sich über eine Fläche von mehr als fünf Quadratkilometern.

Schutzwälle durch Erosion ans Tageslicht befördert
Bei einem "Krone"-Lokalaugenschein zeigte Stockinger riesige Schutzwälle, die die Natur in den vergangenen 2000 Jahren unter sich begraben hat - und erst jetzt durch Erosion langsam wieder freigibt.

Auf speziellen Laserscans (oben) seien laut Stockinger eindeutig die Mauern und Wege nicht natürlichen Ursprungs klar zu erkennen. Stockinger: "Zahlreiche Funde aus der Zeit des Königreiches Noricum, das später eine Provinz des Römischen Reiches wurde, wie Münzen, Speerspitzen und teils einzigartige Skulpturen, befinden sich im Besitz von Einheimischen." Sämtliche Fundstellen wurden bereits dem Bundesdenkmalamt gemeldet. Stockinger: "Es gab schon eine Teilbegehung mit dem Bundesdenkmalamt - und auch das Land Kärnten zeigt Interesse."

Wertvolle Funde sind zu erwarten. Weitere archäologische Forschungsarbeiten sind bereits im Gange.

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