Veterinäre gerüstet

751 tote Federtiere - nur 16 hatten die Vogelgrippe!

Während im Wiener AKH ein Impfstoff gegen die Vogelgrippe an Menschen getestet wird, bereiten sich Veterinäre bereits auf die nächste H5N1-Viren-Saison im kommenden Herbst vor, und zogen Bilanz: In Oberösterreich wurden 751 tote Vögel zu Untersuchungen eingeschickt, nur 16 davon hatten den tödlichen Virus.

„Dass es nicht mehr sind, hat sicher auch mit den harten, aber sicher nicht überzogenen Maßnahmen der zwingenden Stallhaltung in der Risikozeit zu tun“, betont Landesveterinärdirektor Karl Wampl. Denn unter Nutztieren hätte sich der H5N1-Virus rasend schnell ausbreiten können - und er wäre bei solchem Geflügel absolut tödlich verlaufen. Einige Hobby-Hühnerhalter sperrten ihr Geflügel aber erst nach Strafbescheiden (Rahmen 50 bis 300 Euro) ein. „Da kamen Hinweise von Nachbarn und Ausflüglern“, so Veterinär-Hofrat Wampl.

In Oberösterreich gab es den ersten Vogelgrippefall am 15. März in Wernstein, den letzten am 2. Mai in Steyrermühl. „Es waren Schwäne, Enten und Gänse betroffen - eigenartiger Weise wurde aber kein einziger ebenso gefährdeter Fasan gefunden“, berichtet Karl Wampl: „Vermutlich wurden die gleich von Maden gefressen!“

 

 

Foto: Tom Leitner

Dienstag, 22. Juni 2021
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