06.07.2006 08:56 |

Autobombe

Bombenanschlag bei schiitischem Heiligtum

Extremisten haben am Donnerstag vor einem schiitischen Schrein im Irak mindestens 13 Menschen getötet. Nach Angaben von Augenzeugen explodierte eine Autobombe am Schrein des Imam Maitham al-Tammar in Kufa. Rund 40 weitere Menschen seien verletzt worden, als der Sprengsatz neben zwei Bussen detoniert sei, hieß es. Unter den Opfern sind zahlreiche iranische Pilger. Kufa liegt rund 90 Kilometer südlich von Bagdad und ist ein Wallfahrtsort für Schiiten.

Am 22. Februar hatte ein Anschlag sunnitischer Extremisten in der nordirakischen Stadt Samarra eine bis heute andaurende Welle von Morden von Sunniten und Schiiten an Angehörigen der jeweils anderen Religionsgruppe ausgelöst. Die US-Armee berichtete, ihre Soldaten hätten am Mittwoch in Samarra einen El-Kaida-Terroristen getötet, der in Kontakt mit den Terroristen gestanden habe, die den Schrein der Imame in Samarra in die Luft gesprengt hatten. Vier Verdächtige seien gefangen genommen worden.

Der Anführer des Terrornetzwerks El Kaida, Osama bin Laden, hatte am Samstag in einer Tonbandbotschaft zu Anschlägen auf Schiiten im Irak aufgerufen. Die irakische Zeitung "Al-Sabah" zitierte den radikalen schiitischen Prediger Muktada al-Sadr am Donnerstag mit den Worten: "Bin Laden zählt nicht zu den Sunniten des Iraks." Die Iraker sollten seine Äußerungen von sich weisen.

Symbolbild