Mi, 24. Oktober 2018

Forscher vor Rätsel

20.12.2015 08:02

Geysire auf Saturn-Mond Enceladus werden schwächer

Die erstmals 2005 beobachteten Geysire auf Saturn-Mond Enceladus, die Wasserdampf und Eispartikel ins Weltall sprühen, werden schwächer. Das zeige eine Auswertung von Daten, die die Raumsonde "Cassini" in den vergangenen zehn Jahren zur Erde gefunkt hat, berichteten Forscher des California Institute of Technology (Caltech) kürzlich auf der Jahrestagung der American Geophysical Union in San Francisco.

Die Daten würden zeigen, dass der Ausstoß der Geysire, die sich auf dem sogenannten Tigerstreifen-Bereich am Südpol von Enceladus befinden, seit 2005 um 30 bis 50 Prozent gesunken sei, erläuterte der Hauptautor der Studie, Caltech-Forscher Andrew Ingersoll, der die Ergebnisse im Rahmen der Tagung präsentierte. Das würde aber nicht bedeuten, dass die Geysire komplett versiegen, es sei noch unklar, was tatsächlich passiere, so der Experte.

So sei etwa denkbar, dass sich die Spalten des 30 bis 40 Kilometer dicken Eispanzers von Enceladus verengen, weil sich immer mehr Material an ihren Wänden ablagert. "Aber warum das bei allen (Spalten, Anm.) gleichzeitig sein soll", verstehe er nicht, wird Ingersoll auf der Website Space.com zitiert. Möglich sei auch, dass der Druck des Wassers unter dem Eis über lange Zeiträume variiere, so der Wissenschaftler.

Schwerkraftmessungen zufolge liegt unter der dicken Eisschicht des etwa 500 Kilometer großen, annähernd kugelrunden Mondes Enceladus ein unterirdischen Ozean, der rund zehn Kilometer tief ist. Wie Beobachtung gezeigt haben, speisen die von den Geysiren ausgespienen Eispartikel sogar einen eigenen Saturnring, den sogenannten E-Ring.

Sonde kreist seit 2004 um den Saturn
Die Sonde "Cassini" - ein gemeinsames Projekt der Weltraumbehörden der USA, Europas sowie Italiens - wurde 1997 auf die Reise geschickt und umkreist seit dem Jahr 2004 den Saturn. Die höchst erfolgreiche Mission wurde bereits mehrfach verlängert, aktuell ist ihr Ende für September 2017 geplant. Dann wird der Treibstoffvorrat der Sonde aufgebraucht sein und sie soll kontrolliert in der Atmosphäre des Ringplaneten zum Absturz gebracht werden.

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