Immerhin blieben die Portugiesen mit dem Sieg zum 15. Mal hintereinander ungeschlagen und dürfen mit dem ersten Einzug in ein WM-Achtelfinale seit 1966 rechnen. Portugal kann schon am Samstag in der Gruppe D mit einem Erfolg gegen Iran die Runde der letzten 16 erreichen. Dagegen stehen die Angolaner einen Tag zuvor gegen Mexiko bereits unter Erfolgsdruck.
Gegen den Außenseiter schonte Portugals Trainer Luiz Felipe Scolari, 2002 Weltmeister mit Brasilien, entgegen seiner Ankündigung den leicht angeschlagenen Deco und ersetzte ihn durch Simao. Insgesamt bot er sieben Spieler auf, die schon im verlorenen EM-Finale 2004 standen.
Erste fette Chance nach 14 Sekunden
Die Südeuropäer zeigten nur zu Beginn, dass sie endlich ihren ersten großen Titel holen wollen. Schon nach 14 Sekunden hatte Rekord-Torschütze Pauleta die erste Möglichkeit, doch der Ball rollte knapp am Pfosten vorbei. Dreieinhalb Minuten später machte es der Stürmer des FC Paris St. Germain besser und markierte nach starker Vorarbeit von Luis Figo seinen 47. Länderspieltreffer.
C. Ronaldo Chancen-Vernebler Nr. 1
Auch in der Folgezeit war der WM-Dritte von 1966 klar überlegen. Jedoch verpassten es die vom starken Kapitän Figo angetriebenen Portugiesen, aus ihrem Übergewicht Kapital zu schlagen. Die besten Chancen vor der Pause vergab Cristiano Ronaldo: In der 32. Minute verpassten er und Pauleta eine Flanke von Figo. Drei Minuten später setzte der Stürmer von Manchester United den Ball nach einer Figo-Ecke an die Latte. Kurz vor der Halbzeit scheiterte er dann mit einem 14-Meter-Schuss an Angolas Torwart Joao Ricardo.
Nach der Pause war der Dampf draußen
Nach dem Wechsel änderte sich nichts an den Kräfteverhältnissen. Doch die Partie verflachte zusehends. Die Portugiesen agierten erschreckend ideenlos. Auch Figo konnte dem Spiel seiner Mannschaft kaum noch Impulse geben. Der schwache Christiano Ronaldo wurde ausgewechselt und durch den defensiven Mittelfeldspieler Costinha ersetzt.
Die Angolaner, die keines ihrer WM-Vorbereitungsspiele gewonnen hatten, kämpften wacker und ließen nur noch selten Möglichkeiten zu. Die wenigen Schüsse auf das Tor entschärfte ihr bester Spieler Ricardo. Auch bei der besten Chance durch Pauleta (58.) mit einem 20-Meter-Schuss war der Schlussmann auf dem Posten.
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