Kam aus Ungarn

Schwer verletzte Kühe auf Tiertransporter entdeckt

Tierecke
17.09.2015 08:48
Der Grazer Amtstierarzt Klaus Hejny war fassungslos, als er einen Tiertransport aus Ungarn kontrollierte, der Rinder zum Grazer Schlachthof brachte. Einige Tiere wiesen entsetzliche Verletzungen auf.

Pro Jahr etwa 1000 Kontrollen von Tiertransporten führt Hejny beim Grazer Schlachthof durch. Vom Schlachthof gerufen, öffnete Hejny auch am 10. September die Tür eines ungarischen Tiertransporters. Und fand dort fünf Rinder mit schwersten Verletzungen am Kopf – zum Teil waren die Wunden von Maden befallen. Ein Tier wies eine riesige, entzündete Höhle auf, wo das Auge sein sollte

"Lange Leidenszeit"
Hejny: "Die Verletzungen waren alt. Die Tiere hatten eine lange Leidenszeit hinter sich." Dass ein ungarischer Tierarzt dennoch grünes Licht für den Transport gab, macht Hejny "fassungslos!" Tiertransporte, sagt Tierarzt Hejny, seien nicht prinzipiell bedenklich: "In Ländern wie Ungarn aber gibt es oft noch Nachholbedarf."

Die Tiere wiesen teilweise furchtbare Wunden auf. (Bild: kba)
Die Tiere wiesen teilweise furchtbare Wunden auf.

Kontrollen meist ohne Beanstandungen
Von den 1000 Kontrollen seien 90 Prozent ohne Beanstandungen. Hejny: "So schwere Verletzungen wie im aktuellen Fall finden wir ein oder zwei Mal im Jahr. Da ist dann meist aber nur ein einziges Tier betroffen." – Und die Strafe? Maximal 5000 Euro...

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