Mi, 19. September 2018

Kosten: 20 Millionen

24.04.2015 15:46

Dunkle Wolken über dem Solarstrom-Projekt für Wien

67,06 Prozent der Wiener haben bei der großen Volksbefragung im März 2013 für den Bau von „Bürger/innen-Solarkraftwerken“ gestimmt. Zwei Jahre später ist die Bilanz eher durchwachsen: Nur zehn dieser Solaranlagen liefern in der Stadt Strom, insgesamt wurden für diese Idee aber bereits 20 Millionen Euro ausgegeben.

Nur 32,94 Prozent der Teilnehmer an der Volksbefragung „Wien will’s wissen“ stimmten gegen den Bau von Bürger-Solarkraftwerken.

Das von Rot-Grün beworbene Modell, bei dem sich Wiener in Sonnenstrom-Anlagen einkaufen können, wurde damit klar angenommen. Die Umsetzung übernahm WienEnergie. Die Realisierung der recht simplen Idee verläuft aber offenbar komplizierter als von den Initiatoren aus der Politik geahnt: So muss es vor dem Start eines Solarpaneelen-Projekts Genehmigungen, eine neue Flächenwidmung – und Kunden geben.

„Die Kraftwerke müssen sich aus wirtschaftlicher Sicht rechnen. Wir bauen weiter aus, aber wir müssen die Projekte auch vermarkten“, sagt WienEnergie-Sprecher Christian Ammer.

20.000 Haushalte werden bisher von den Solarkraftwerken versorgt, im Mai soll mit dem Bau der elften Anlage in Wien begonnen werden. 20 Millionen Euro wurden in diese Solarstromanlagen investiert.

„Die erwartete Stromleistung wird bei kaum einem der Projekte erreicht“, verweisen Kritiker auf offizielle Daten (wienenergie.solarlog-web.at). Dazu der Konter von WienEnergie: „Es gibt eben auch Jahre mit weniger Sonnenstunden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Wien

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.

Nachrichten aus meinem Bundesland
Die Bekanntgabe Ihres Bundeslandes hilft uns, Sie mit noch regionaleren Inhalten zu versorgen.