05.04.2015 10:25 |

Handshakes im Bus

Kuba: Castros Kurz-Comeback in der Öffentlichkeit

Erstmals seit 14 Monaten hat der ehemalige kubanische Präsident und Revolutionsführer Fidel Castro einen öffentlichen Auftritt absolviert. Die staatliche Zeitung "Granma" veröffentlichte am Samstag auf ihrer Website vier Fotos, die den 88-Jährigen in einem Bus sitzend beim Händeschütteln mit Anhängern zeigen. Dem Bericht zufolge traf Castro mit einer Delegation aus Venezuela zusammen, die sich derzeit auf Kuba aufhält.

Castro, der die Macht im Jahr 2006 aus gesundheitlichen Gründen an seinen Bruder Raul abgegeben hatte, hält sich seither aus der Öffentlichkeit fern. Zuletzt hatte er im Jänner des Vorjahres einen öffentlichen Auftritt absolviert.

Raul Castro trifft Obama bei Amerika-Gipfel
Staatschef Raul Castro steht indes vor einem brisanten außenpolitischen Termin: Beim Amerika-Gipfel in Panama wird er in der kommenden Woche seinen US-Amtskollegen Barack Obama treffen. Wie die Leiterin der Lateinamerika-Abteilung im US-Außenministerium, Roberta Jacobson, am Freitag in Washington sagte, wird es dort zwangsläufig einen "Austausch" zwischen den beiden Präsidenten geben. Die Staats- und Regierungschefs seien bei dem Gipfeltreffen am 10. und 11. April "die meiste Zeit zusammen", Obama habe daher von Anfang an gewusst, dass es dort auch ein Zusammentreffen mit Castro geben werde.

Es wäre das erste Treffen zwischen Obama und Castro, seit die beiden Staatschefs im Dezember eine Normalisierung der Beziehungen beider Länder angekündigt hatten. Nach mehr als einem halben Jahrhundert ohne diplomatische Beziehungen hatte Obama im Dezember eine grundlegende Neuausrichtung der Politik der Vereinigten Staaten gegenüber Kuba angekündigt. Seit Mitte Jänner gelten bereits eine Reihe von Reise- und Handelserleichterungen.

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