¿Gesalzener Winter¿

Land will 3,4 Millionen Euro!

Die Rekordmenge von 64.576 Tonnen Streusalz wurde im heurigen Rekordwinter auf Oberösterreichs Straßen verbraucht. Ein Winter, der nicht nur dem Land, sondern auch den Salinen Austria teuer kommen wird. Denn Straßenreferent LhStv. Franz Hiesl wird den Salzlieferanten wegen dessen Lieferschwierigkeiten mit einer „gesalzenen“ Pönale von 3,4 Millionen Euro zur Kasse bitten.

Zum Frühlingsbeginn dankte Hiesl demonstrativ nur seinen 600 Mitarbeitern der Straßenmeistereien, die im heurigen Winter über 400.000 Stunden rund um die Uhr im Einsatz waren. Aus den Lieferschwierigkeiten der Salinen Austria zieht er Konsequenzen: Hiesl konfrontiert den Salzlieferanten mit der vertraglich vereinbaren Pönaleforderung und kündigt dessen Monopolstellungauf. Das Land werde sich, so Hiesl kämpfersich, vorm nächsten Winter neu orientieren: „Wir werden unsere Salzlager deutlich aufstocken oder externe Kapazitäten zukaufen.“

Salinen-Generaldirektor Thomas Jozseffi bemüht sich um einen raschen Konsens: „Das Streusalz wurde knapp - ausgegangen ist es uns aber nie! Wir haben diesen intensiven Winter mit unseren Kunden optimal gemeistert.“ Dafür habe man beim Import von 185.000 Tonnen Salz kräftig draufgezahlt.

 

 

Foto: Erich Petschenig

 

Montag, 21. Juni 2021
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