Der New York City Marathon 2026 hat einen neuen Finisher-Weltrekord gebracht. Laut Veranstalter haben heuer 61.062 Läufer und Läuferinnen die 42,195 km vom Start auf der Verrazzano-Narrows Bridge bis ins Ziel im Central Park erfolgreich bewältigt. Den bisherigen Rekord hatte London heuer seit dem 26. April mit 59.830 Finishern gehalten.
Die Schlagzeilen des 55. New York Marathons hatten natürlich dem Schweden Andreas Almgren, der bei seinem Debüt über die 42,195 km auf Anhieb sogar den Klassiker im Big Apple gewann, gehört. Aber auch Eva Wutti hatte genug zu erzählen, nachdem sie auf der bekannt schwierigen Strecke als Fünfte (!) in ihrer Altersklasse W35 nach 2:44:59 das Ziel im Central Park erreicht hatte...
„Zeit war heuer Nebensache“
„Die Zeit war heute völlig nebensächlich. Ich wollte diesen Marathon, die Stimmung und New York einfach intensiv erleben – genau das ist mir gelungen“, sagte die Wolfsbergerin nach dem Rennen. Sie war sogar nur aus der zweiten Welle der Hobbyläufer:innen gestartet und bewegte sich deshalb über weite Teile des Rennens durch ein zunehmend dichtes Feld, in dem viele Läufer und Läuferinnen deutlich langsamer unterwegs waren als sie.
Freies Laufen fast unmöglich
Während sie zu Beginn noch gut in ihren Rhythmus fand, wurde ein freies Laufen im weiteren Rennverlauf immer schwieriger. Durch das viele Hin und Her wurde es zum Schluss auch anstrengend. Eva Wutti kam aber freudestrahlend ins Ziel und wurde wenig später von ihrer Tochter Kiana herzlich empfangen.
Daher sind die 2:44:59 Stunden total nebensächlich, im Mittelpunkt stand diesmal ganz bewusst das Erlebnis eines der außergewöhnlichsten Marathons der Welt. Dies war nach einer spannenden Wettkampfsaison ein schöner Abschluss.
Nur Carina Weber-Leutner 1987 schneller
Auch wenn die Zeit und die Platzierung für Eva Wutti keine große Rolle spielten, lohnt dennoch ein Blick in die Statistik. In der Geschichte des New York Marathons war seit der Premiere 1970 nämlich mit Carina Weber-Leutner 1987 in 2:43:12 als Zwanzigste nur eine Österreicherin jemals schneller als Eva Wutti an diesem Sonntag.
Und noch eines: Insgesamt nur zehn Österreicherinnen haben in den vergangenen 56 Jahren in New York die Drei-Stunden-Grenze unterboten. Heuer kam nämlich auch noch Ulrike Köstinger (2:50:14) hinzu.
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