Weniger als befürchtet, aber mehr als heuer: Das gilt für all jene, die sich 2027 eine Autobahnvignette oder ein Klimaticket kaufen wollen. Beides wird um zwei Prozent teurer, damit preislich aber unter der Inflation von 3,6 Prozent angepasst.
Bereits im vergangenen Herbst hat die Regierung im Ministerrat beschlossen, in ihrem eigenen Wirkungsbereich, also auch bei Gebührenerhöhungen des Bundes, alle Anstrengungen zu unternehmen, um das gemeinsame Ziel einer Inflation von unter zwei Prozent zu erreichen.
Wie SPÖ-Verkehrsminister Peter Hanke am Donnerstagnachmittag verkündet hat, wird jetzt diese Bundesgebührenbremse gezogen. Sowohl die Pkw-Vignette als auch das Klimaticket werden im kommenden Jahr um zwei statt um 3,6 Prozent und damit unter der Inflation erhöht. So zahlen Kunden pro Ticket rund 22 Euro weniger als ursprünglich vorgesehen, aber eben doch mehr als zuletzt.
Mit einer Novelle des Bundesbahngesetzes soll zudem die operative Führung im ÖBB-Konzern gebündelt und Tochtergesellschaften in GmbHs umgewandelt werden. Durch den Abbau von Doppelgleisigkeiten erwarten die ÖBB Einsparungen von rund 80 Millionen Euro jährlich. Der Gesetzentwurf zur Änderung soll bald in Begutachtung gehen und das geänderte Gesetz dann mit 1. Jänner 2027 in Kraft treten.
Für SPÖ-Verkehrsminister Peter Hanke ist heute „ein historischer Tag für den öffentlichen Verkehr“. Er wolle „Österreich zum Europameister auf der Schiene machen“, wird der Minister in einer Mitteilung zitiert. Die ÖBB würden mehr Spielraum bekommen, indem die Holding von einer strategischen zu einer operativen Gesellschaft werde.
Staatssekretär Alexander Pröll (ÖVP) ergänzt: „Jeder Beitrag zählt, um die Inflation nachhaltig zu bekämpfen und das Inflationsziel von 2 Prozent zu erreichen und die 2-1-0 Formel des Kanzlers umzusetzen. Daher habe ich in den Verhandlungen besonderen Wert darauf gelegt, dass die Vignette und das Klimaticket 2027 klar unter der Inflation angepasst werden. Das ist ein wichtiger Schritt um die Menschen zu entlasten.“
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