Manfred Schmid beerbt Silberberger als Trainer beim WAC. Am Samstag steigt in Hartberg sein Comeback, wo sich bereits alles auf den Ex-Coach freut.
Hartberg muss sich am Samstag daheim gegen den WAC mit dem sogenannten Trainereffekt herumschlagen: Das Schlusslicht trennte sich nach fünf Flops in Folge von Thomas Silberberger – Nachfolger ist ausgerechnet Manfred Schmid. Der hat letzte Saison Hartberg betreut, war mit dem TSV 2025 im Cupfinale und ist natürlich DAS Thema in der TSV-Kabine.
Sogar für die Crew, die in der Profertil Arena im Südstrafraum gestern 34 Rollen Rasen neu verlegte, war die WAC-Übernahme von Schmid der Gesprächsstoff schlechthin: „Wir haben gedacht, der Manni wartet auf den Job bei der Austria. Na ja – das kostet den WAC, der mit Pacult, Atalan und Silberberger schon drei Trainer zahlen muss, einen schönen Batzen Geld.“
TSV-Coach Markus Schopp zuckte beim „Krone“-Lokalaugeschein angesichts der WAC-News mit den Schultern: „Bezüglich Trainereffekt gibt’s ja Statistiken, aus denen jeder rausliest, was ihm gerade passt. Das ändert nicht wirklich viel. Wir wissen, dass wir auf einen Gegner mit viel Qualität treffen, dessen Anspruch nicht sein kann, Letzter zu sein. Ich kenne auch die Anzahl der Verletzten und der roten Karten bei denen.“
Trainer Schmid? „Er war mit Hartberg im Umschaltspiel monströs. Er ist bekannt dafür, Mannschaften zu stabilisieren und defensiv kompakt zu machen. Er war ja schon Trainer beim WAC und kennt das Umfeld. Jetzt muss er in einem nicht einfachen Moment einen guten Mix finden in einer Mannschaft, die gerne sehr aktiv sein möchte. Für uns ist es letztendlich unerheblich, ob Schmid auf der Bank sitzt oder Silberberger. Wir haben selbst eine spannende Entwicklung hinter uns und freuen uns auf ein Duell von zwei Teams, die ähnliche Ambitionen haben. Wir konzentrieren uns bewusst nur auf uns selbst!“
„Ich freu mich auf Manni“, sagt TSV-Kapitän Tobias Kainz (61 Spiele unter Schmid, darunter das Cupfinale): „Es ist eine spezielle Geschichte, dass wir sein erster Gegner sind. Solche Geschichten schreibt nur der Fußball. Ich denke, er wird jetzt versuchen, die Defensive zu stabilisieren, aber wir sollten nicht mehr draus machen, als es ist.“
„Unser Ex-Trainer steht für einen erfolgreichen Fußball und das wird sicher nicht einfach für uns“, sagt Paul Komposch, „aber wir sind selbst recht gut drauf, haben in den letzten Wochen einen riesigen Step gemacht. Und wer weiß, ob Schmid für den erfolgreichen Konterfußball, den er in Hartberg gespielt hat, beim WAC die richtigen Leute hat.“
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