Das kommt überraschend! Marcel Sabitzer legt eine Pause im österreichischen Nationalteam ein: „Die vergangenen beiden Jahre waren sehr intensiv.“
Der 32-jährige Mittelfeldspieler von Borussia Dortmund wird nach Rücksprache mit Teamchef Ralf Rangnick zumindest in der kommenden Nations League nicht zur Verfügung stehen. Das gab der ÖFB am Sonntagvormittag bekannt. Sabitzer war in den vergangenen Jahren eine Fixgröße im Team. Ob er für die EM-Quali im kommenden Jahr zurückkehrt, will er mit Rangnick „Anfang des kommenden Jahres besprechen“.
Sabitzer: „Praktisch drei Saisonen durchgespielt“
Laut ÖFB-Angaben hatten sich Rangnick und Sabitzer bereits im Vorfeld der WM intensiv über seine weitere Zukunft im Nationalteam ausgetauscht. Ein Rücktritt ist es zumindest vorerst nicht. „Die vergangenen beiden Jahre waren sehr intensiv“, erklärte Sabitzer. Seit der EM 2024 habe er bedingt durch die Klub-WM 2025 und die WM 2026 „praktisch drei Saisonen durchgespielt“. Auch in dieser Saison warte mit Bundesliga, DFB-Pokal und Champions League „ein dichtes Programm“ auf ihn.
Bisher 102 Länderspiele
Sabitzer befindet sich in Dortmund in seinem letzten Vertragsjahr. „Ich bin 32 Jahre alt, will noch einige Jahre auf höchstem Niveau Fußball spielen und muss mit meinen Kräften sorgsam umgehen“, erklärte der Steirer. Sabitzer hält bei 102 Länderspielen, in denen er 27 Tore erzielt hat. Mit einem weiteren Einsatz würde er in der ÖFB-Bestenliste zum drittplatzierten Andreas Herzog aufschließen. Nur noch der im Sommer zurückgetretene Marko Arnautovic (137) und David Alaba (derzeit 117) wären dann noch vor ihm.

Diesen Herbst läuft die Gruppenphase der Nations League, im März folgen allfällige Play-offs. Die Auslosung der Qualifikationsgruppen für die EM 2028 in Großbritannien und Irland erfolgt am 6. Dezember in Belfast. Wenn das ÖFB-Team, das sich derzeit in Liga B befindet, nicht in den Auf- und Abstiegsspielen der Nations League involviert ist, könnte die EM-Quali theoretisch bereits im März beginnen. Sonst ist ein Start im Juni vorgesehen. Seinen Kader für den Nations-League-Auftakt gibt Rangnick am Montag (14 Uhr) in Wien bekannt.
Verständnis von Rangnick
„Marcel und ich haben schon im Vorfeld der WM sehr offen über die Zukunft gesprochen, und er hat mir seine Überlegungen mitgeteilt, die ich voll und ganz nachvollziehen kann“, erklärte Rangnick in einer ÖFB-Aussendung. „Natürlich ist es schade, dass wir in der Nations League auf ihn verzichten müssen. Wir werden dann aber rechtzeitig vor Beginn der Qualifikationsspiele für die EURO 2028 gemeinsam entscheiden, wie es weitergeht.“
Marcel und ich haben schon im Vorfeld der WM über die Zukunft gesprochen. Er hat mir seine Überlegungen mitgeteilt, die ich voll und ganz nachvollziehen kann.
Ralf Rangnick
Er freue sich, „dass Marcel grundsätzlich wieder zur Verfügung stehen wird, wenn wir ihn brauchen“, betonte Rangnick. „Das zeigt mir, wie wichtig ihm das Nationalteam nach wie vor ist.“ Sabitzer würde mit einer weiteren EM-Teilnahme zum Österreicher mit den bisher meisten absolvierten Turnieren avancieren. Der Mittelfeldmann hat als einziger Spieler der ÖFB-Historie neben Arnautovic bisher an vier Endrunden teilgenommen, nämlich drei Europameisterschaften (2016, 2021 und 2024) sowie zuletzt der WM in Nordamerika, bei der ihm im Duell mit Algerien (3:3) auch sein bisher letzter Treffer gelang.
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