16.11.2014 16:49 |

Star in Hochform

Neymar mit Kampfansage an unsere Fußball-Helden

Neymars Aussage klang fast schon wie eine gefährliche Drohung an Österreichs Fußball-Nationalmannschaft. "Ich befinde mich gerade in der besten Phase meiner Karriere, und ich will noch mehr. Ich möchte jeden Tag besser werden. In jedem Spiel will ich der Beste sein." Nach dieser Kampfansage wird im Länderspiel am Dienstag gegen Brasilien also einiges auf unsere Fußball-Helden zukommen. Im Video oben sehen Sie Neymars Tor für Barcelona zuletzt im Super-Hit gegen Real Madrid. Eine Magenverstimmung macht Neymar derzeit auch zu schaffen.

Die ÖFB-Auswahl muss sich für Dienstag auf einen Neymar in spielerischer Hochform einstellen. Die Fans in der Türkei waren von der Darbietung des Barcelona-Profis beim 4:0 gegen ihre Nationalmannschaft am letzten Mittwoch sogar dermaßen beeindruckt, dass sie ihn nach zwei Treffern und einem Assist mit Standing Ovations verabschiedeten. Auch die Magenverstimmung, die ihn plagt, soll den Superstar nicht bremsen.

42 Tore & 24 Assists in 59 Teamspielen
Durch das Türkei-Match schraubte der herausragende Spieler des Rekordweltmeisters seine Gesamtbilanz im gelben Teamdress auf 42 Tore und 24 Vorlagen in 59 Länderspielen. Trotz seiner erst 22 Jahre hat Neymar in der ewigen Torschützenliste der "Selecao" schon Kaliber wie Bebeto, Rivaldo, Ronaldinho, Jairzinho oder Tostao hinter sich gelassen. Vor ihm liegen nur noch die ganz Großen des brasilianischen Fußballs - Zico (52), Romario (55), Ronaldo (62) und Pele (77).

"Kann besser als Messi werden"
Letzterer bezeichnet Neymar bei jeder Gelegenheit als seinen legitimen Nachfolger. "Er hat alles, was ein perfekter Fußballer braucht und kann besser als Messi werden", meinte der dreifache Weltmeister. Im Moment hat Neymar seinen argentinischen Clubkollegen beim FC Barcelona schon überflügelt - der Brasilianer brachte es bisher auf zwölf, Messi "nur" auf elf Saisontore für Barca. Ihren stärksten gemeinsamen Auftritt in dieser Saison beim 6:0 über Granada mit drei Traumtoren von Neymar sehen Sie hier im Video.

Dass der Edeltechniker überhaupt in einer Mannschaft mit dem vierfachen Weltfußballer spielt, ist einem einzigen Match zu verdanken. Neymar trat 2011 mit seinem damaligen Club FC Santos, bei dem auch Pele groß wurde, im Finale der Club-WM gegen den FC Barcelona an. Die Katalanen, zu dieser Zeit unter Josep Guardiola am Zenit ihres Könnens, schossen Santos mit 4:0 ab und hinterließen einen tief beeindruckten Neymar.

Wechsel zu Real Madrid abgesagt
Der damals schon als kommender Weltstar gehandelte Teenager blies den angeblich bereits fixierten Transfer zu Real Madrid ab und ging nach Barcelona, um mit seinen Idolen in einer Mannschaft zu spielen. Allerdings beschäftigte der im Sommer 2013 vollzogene Wechsel wegen versteckter Zahlungen monatelang die Gerichte und führte zum Rücktritt von Clubboss Sandro Rosell.

Neymar kam mit der Referenz vom Gewinn der Copa Libertadores (2011) und der Copa do Brasil (2010) zum FC Barcelona. Bei der "Blaugrana" schaute in seiner ersten Saison aber gerade einmal der nationale Supercup heraus.

Erst in dieser Saison Leistungsträger
Nicht nur, dass die Katalanen nach der Neymar-Verpflichtung so erfolglos wie seit vielen Jahren nicht mehr waren - Barcas enttäuschende Auftritte wurden in spanischen Medien auch auf die zumeist schlechten Leistungen des vermeintlichen Wunderkindes zurückgeführt. Erst in dieser Saison entwickelte sich Neymar zum Leistungsträger bei seinem Club.

Im brasilianischen Nationalteam ist er schon lange das Um und Auf, und seit dem Amtsantritt von Coach Carlos Dunga sogar Kapitän. Neymar die Schleife zu überlassen, war eine logische Entscheidung - immerhin ist er der mit Abstand populärste Fußballer Brasiliens. Das WM-Desaster mit den Debakeln gegen Deutschland und die Niederlande konnte dem Offensivspieler wegen dessen verletzungsbedingten Fehlens in diesen Partien nicht angelastet werden.

Nach wie vor Strahlemann-Image
Dadurch hat Neymar in Brasilien nach wie vor ein Strahlemann-Image, das ihm lukrative Einnahmen von gut einem Dutzend Privatsponsoren beschert. In der "Forbes"-Liste liegt der Angreifer als jüngster Athlet mit 33,6 Millionen Dollar Einnahmen pro Jahr an der 16. Stelle der bestbezahlten Sportler.

Der Poster-Boy führte in den vergangenen Jahren Beziehungen mit Pop-Sternchen und Schauspielerinnen. Aus einer Liaison stammt sein 2011 geborener Sohn David Lucca, mit dem er innigen Kontakt pflegt. Seine aktuelle Flamme soll ein serbisches Model sein. Neymar bewegt sich aber nicht nur in der Glanz- und Glamour-Welt, sondern hat auch eine religiöse Ader. Laut eigenen Angaben spendet der tiefgläubige Baptist seiner Kirche ein Zehntel seiner Einnahmen.

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