Die anhaltende Trockenheit trifft die Waldviertler Spezialkulturen hart. Besonders bitter für die Landwirte dabei: Für viele gibt es keine Versicherung gegen Dürreschäden.
„Bei Mohn und Petersilie werden bereits massive Ernteverluste erwartet, auch die aktuelle Schnittlauchernte brachte nahezu keinen Ertrag. Weiters haben Schlüsselblumen für die Pharmabranche, Mariendisteln und sogar der Kümmel gelitten“, warnen „Waldland“-Geschäftsführer Franz Tiefenbacher und dessen Kräuterspezialist Michael Höllmüller aus Oberwaltenreith bei Zwettl. Besonders bitter für die betroffenen Bauern: Für viele der Spezialkulturen gibt es keine Versicherung gegen Dürreschäden. Ein wenig Hoffnung bleibt beim mehrjährigen Schnittlauch. Regen im Spätsommer könnte noch einen halbwegs ertragreichen Schnitt ermöglichen.
Beim Aussetzen auf Regen warten
„Waldland“ reagiert unter anderem mit zusätzlichen Lagerkapazitäten. Ein neues Fertigwarenlager soll künftig ermöglichen, in guten Erntejahren mehr getrocknete Ware einzulagern und damit einen Puffer für schwache, also erntearme Jahre zu schaffen. Auch beim Aussetzen wartet man derzeit lieber auf Regen, um den Pflanzen weiteren Hitzestress zu ersparen. Für Geschäftsführer Tiefenbacher führt jedenfalls an Forschung und neuen Anbauansätzen angesichts der zunehmenden Wetterextreme kein Weg vorbei: „Innovative Ideen waren und bleiben bei uns hier im Waldviertel der beste Weg, mit Herausforderungen und den bevorstehenden Wetterextremen umzugehen.“
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