Aufregung in der Frauen-NBA! Weil Star-Spielerin Sophie Cunningham kritisch zum Thema Transgender sprach und „junge Mädchen in der Kabine schätzen“ will, wird sie jetzt selbst zur Zielscheibe von massiver Kritik. Und auch von Lob durch JD Vance.
Cunningham, herausragende Spielerin des WNBA-Teams der Indiana Fever, hat eine klare Meinung. Es entspreche, sagt sie, schlicht dem „gesunden Menschenverstand“, junge Mädchen nicht „gegen biologische Männer“ spielen zu lassen. Die Mädchen gehören schließlich geschützt. Ihre Schlussfolgerung: Transgender-Athletinnen nicht am Frauen-Sport teilhaben lassen.
Hitzige Debatten
Mehr hat Cunningham nicht gebraucht. Beim Auswärtsspiel mit ihrem Team in Minnesota wurde sie in der Halle teils heftig ausgebuht. Im Netz entbrannte eine hitzige Debatte, begleitet von zahlreichen Hasskommentaren, in beide Richtungen, versteht sich. Die Spielerinnengewerkschaft WNBPA wagte sich aus der Deckung und betonte, dass Hass und Missbrauch „Angst, Spaltung und Schaden“ fördern. Sie forderte Fans auf, aggressives Verhalten während der Spiele zu melden und bekräftigte ihr Engagement für Gerechtigkeit, Gleichheit und Inklusion.
Wirkliche Rückendeckung erhielt Cunningham auch vom eigenen Verein nicht. Die Indiana Fever betonen in einem Statement, den frauen-Sport zu schützen und gleichzeitig den „transformativen Wandel“ weiter zu begleiten und zu unterstützen. Was immer das wiederum in der konkreten Situation bedeuten mag.
Exkurs: Sophie Cunningham weiß sich und ihren Sport zu vermarkten, erfreut sich allein auf Instagram über 3,7 Millionen Follower und macht darauf nicht nur als Sportlerin, sondern auch als Model immer wieder gute Figur:
Vance erfreut
Im politische konservativen Lager wird Cunninghams Äußerung hingegen sehr wohl bejubelt. US-Vizepräsident JD Vance lobt Cunningham für ihren Mut. Er wolle sie bestärken, weiterhin ihre Meinung kundzutun. Immerhin schütze sie damit den Frauensport.
Unterdessen meldeten zwei ehemalige NBA-Profis, Enes Kanter Freedom und Royce White, an, sich für den WNBA-Draft anmelden zu wollen, da sie sich zeitweise als Frauen fühlen. Diese Handlung wird als politisches Statement gewertet.
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