Nichts wurde es aus der erträumten Qualifikation für das EM-Halbfinale über die 100 Meter. Ländle-Sprinterin Isabel Posch musste in Birmingham bereits früh die Segel streichen. Nur gut, dass die Familie vor Ort war, um die 26-Jährige – die in England vom Wind im Stich gelassen wurde – zu trösten.
„Eigentlich habe ich mich gut gefühlt“, sagte Isabel Posch im TV-Flashinterview. Umso enttäuschender war für die 26-Jährige das Ergebnis ihres 100-Meter-Vorlaufs bei der EM im englischen Birmingham. Mit einer Zeit von 11,48 Sekunden belegte Posch in Heat zwei Rang sieben unter acht Starterinnen. Eine Zeit, die gleich 0,38 Sekunden über ihrer persönlichen Bestleistung lag und die am Ende Rang 31 in der Gesamtwertung bedeutete. „Ich muss mit meinem Trainer zuerst analysieren, woran es gelegen hat, aber es ist auf jeden Fall recht enttäuschend.“
Kein Windglück für Isabel
Die Fußacherin war im Vorfeld zurückhaltend gewesen, was ihre Erwartungen angeht, hatte aber schon auf einen Einzug ins Semifinale der besten 24 gehofft. Posch betonte aber ebenso, dass es immer Dinge gebe, die sie als Athletin nicht beeinflussen könne. Wie etwa den Wind. Und der meinte es am Montag definitiv nicht gut mit der VLV-Rekordhalterin. Denn während er bei Vorlauf eins mit gewaltigen 3,2 Meter pro Sekunde von hinten kam und auch die Athletinnen im dritten Pre-Heat auf 1,8 m/s Windunterstützung zählen durften, herrschte bei Isabels Auftritt absolute Windstille.
Trost fand die TS-Lustenau-Athletin aber rasch bei ihrer Familie. Neben Mama Teresa, Papa Didi und Lebensgefährten Joel waren in Birmingham auch noch zwei englische Verwandte im Stadion live vor Ort.
Staffel wartet am Samstag
Viel Zeit zum Trübsal blasen bleibt Posch, die nach Rom 2024 zum zweiten Mal bei einer Europameisterschaft an den Start gehen darf, aber ohnehin nicht. Schließlich wartet am Samstag noch die 4x100-Meter-Staffel. Aber auch für dieses Rennen bleibt Isabel zurückhaltend. „Wir können sicherlich sehr schnell laufen, aber gerade in der Staffel kann mit den Übergaben immer viel passieren.“
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