Mi, 22. August 2018

Müller-Doppelpack

07.09.2014 22:58

Deutschland schlägt Schotten in EM-Quali mit 2:1

Weltmeister Deutschland ist am Sonntag ein erfolgreicher Start in die Qualifikation zur Fußball-EM 2016 geglückt. Die Mannschaft von Joachim Löw schlug in Dortmund dank eines Doppelpacks von Thomas Müller Schottland mit 2:1. Auch für Irland, Dänemark, Polen, Finnland, Rumänien und Nordirland begann die Quali-Phase mit vollen Erfolgen, Portugal musste sich zu Hause Albanien mit 0:1 geschlagen geben.

Mit seinem vierten Doppelpack im DFB-Trikot sicherte Müller das knappe 2:1 gegen die Schotten. Der fünffache WM-Torschütze war in der 18. Minute per Kopf und in der 71. Minute mit dem Fuß erfolgreich. Acht Wochen nach dem WM-Finale von Rio de Janeiro schaltete das deutsche Team damit wieder erfolgreich in den Pflichtspielmodus um.

Müller schießt Deutschland zum Sieg
Deutschland gab von Beginn an den Ton an, in der 8. Minute verpasste der völlig frei stehende Müller nach Flanke von Erik Durm per Kopf das frühe Führungstor. Wenig später fing Gäste-Keeper David Marshall beim zweiten Kopfball-Versuch von Müller den Ball noch rechtzeitig ab, doch im dritten Anlauf war der Bayern-Stürmer erfolgreich: Die butterweiche Hereingabe von Sebastian Rudy köpfelte Müller unhaltbar ein.

Die Schotten, die schon in der 14. Minute durch Barry Bannan gefährlich geworden waren, verstärkten nach der Pause ihre Angriffsbemühungen, während die Löw-Elf vorne die letzte Entschlossenheit vermissen ließ. Mit einem Fehlpass im Mittelfeld leitete Mario Götze den zu diesem Zeitpunkt nicht unverdienten Ausgleich ein, bei dem Ikeci Anya seinem Gegenspieler Rudy entwischte und frei vor Manuel Neuer eiskalt blieb. Nur vier Minuten später gelang Müller im Anschluss an eine Ecke von Marco Reus aber das entscheidende 2:1.

Dänemark startet mit Arbeitssieg
Dänemark startete gegen Armenien ebenfalls mit einem 2:1 in die EM-Qualifikation. Dortmund-Legionär Henrich Mchitarjan brachte Außenseiter Armenien in Kopenhagen in der 50. Minute in Führung, ehe der 19-jährige Pierre-Emile Höjbjerg eine Viertelstunde später mit einem sehenswerten Schuss aus 25 Metern den Ausgleich besorgte. Der in der 74. Minute eingewechselte Thomas Kahlenberg von Bröndby IF rettete den Dänen, bei denen Salzburg-Verteidiger Peter Ankersen durchspielte, zehn Minuten vor dem Ende nach einem schönen Zusammenspiel mit Nicklas Bendtner schließlich den Sieg.

Irland siegt dank Last-Minute-Tor
In Gruppe D musste Irland beim 2:1 in Georgien bis zum Schluss zittern. Mann des Spiels war Aiden McGeady mit einem Doppelpack. Der torgefährliche Mittelfeldspieler des FC Everton brachte das Team von Trainer Martin O'Neill in Tiflis in Führung (24.) und rettete kurz vor dem Abpfiff schließlich den glücklichen Dreier (90.). Tornike Okriashvili hatte zwischendurch den Ausgleich (38.) besorgt.

Nordiren drehen Spiel gegen Ungarn
Einen echten Fehlstart erwischten die Ungarn von Salzburg-Tormann Peter Gulacsi in Gruppe F. Nachdem Tamas Priskin, der Ex-Austrianer, der nie für die "Veilchen" spielte, die Hausherren eine Viertelstunde vor Schluss in Führung geschossen hatte (75.), wendeten die Nordiren dank der Treffer von Niall McGinn (81.) und Kyle Lafferty (88.) im Finish noch das Blatt. Finnland bewahrte sich nach 0:1-Pausenrückstand auf den Färöern noch vor einer Blamage und setzte sich schließlich mit 3:1 durch.

Kantersieg von Polen gegen Gibraltar
Den höchsten Sieg des Abends feierte Polen, das UEFA-Neuling Gibraltar, das mangels adäquater Spielstätte ins portugiesische Faro ausgewichen war, auswärts mit 7:0 abfertigte. Zwar hielt das Amateurteam bis zur Pause den Rückstand in Grenzen (0:1), dann aber machten die Gäste kurzen Prozess. Bayern-Stürmer Robert Lewandowski (50., 53., 86., 92.) steuerte gleich vier Treffer zum 7:0-Kantersieg der Polen bei.

Niederlagen für Portugal und Griechenland
In eine Blamage schlitterte hingegen Portugal. Ohne den angeschlagenen Superstar Cristiano Ronaldo agierte die Elf von Paulo Bento gegen Albanien zumeist ideenlos und kassierte eine 0:1-Schlappe. Das entscheidende Tor gelang Bekim Balaj von Slavia Prag in der 52. Minute. Für Bento war dieses Spiel nach dem WM-Aus in der Gruppenphase ein neuerlich schwerer Rückschlag.

Kein Erfolg war auch dem neuen Griechenland-Coach Claudio Ranieri vergönnt. Gegen Rumänien geriet man in Athen schon in der zehnten Minute per Foul-Elfer von Ciprian Marica in Rückstand. Nach dem Ausschluss Maricas mit Gelb-Rot (53.) konnten Dimitris Salpingidis und Co. selbst in Überzahl die Trendwende nicht mehr herbeiführen. Allerdings mussten die Griechen wegen einer UEFA-Strafe auch vor leeren Rängen spielen.

Die Ergebnisse der Sonntagsspiele:
Gruppe D
Georgien - Irland 1:2 (1:1)
Deutschland – Schottland 2:1 (1:0)
Gibraltar - Polen 0:7 (0:1)

Gruppe F
Ungarn - Nordirland 1:2 (0:0)
Färöer – Finnland 1:3 (1:0)
Griechenland - Rumänien 0:1 (0:1)

Gruppe I
Dänemark - Armenien 2:1 (0:0)
Portugal - Albanien 0:1 (0:0)

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