Turnier in China

Nüßle schafft Quali und fordert Topstar Trump

Sport-Mix
17.06.2026 13:00

In seiner Premierensaison als Profi konnte sich Florian Nüßle nur für ein einziges Snooker-Turnier qualifizieren. Das hat der Steirer in der zweiten Saison bereits nach zwei Bewerben geschafft. Denn er löste das Ticket für die Wuhan Open und darf nun den Weltranglisten-Ersten Judd Trump fordern.

Schon beim ersten Qualifikations-Event der Saison in Leicester hatte sich Florian Nüßle in guter Form präsentiert. Bei den Vorrunden zu den China Open hatte er sein Erst-Runden-Match gegen Allan Taylor gewonnen, ehe er in der zweiten Runde an WM-Starter Liam Highfield scheiterte. 

Noch wesentlich beeindruckender ist freilich, was Nüßle nun ablieferte. Denn er besiegte erst David Grace mit 5:2, danach auch den ehemaligen Weltranglisten-Sechsten Ricky Walden mit 5:3. Nach einem Traumstart mit zwei hart umkämpften Frames, die Nüßle für sich entschied, zog er sogar auf 4:1 davon, hatte da bereits eine gute Chance auf den Sieg, für den er nur noch eine der verbliebenen zwei Roten gebraucht hätte. Doch vergab er die vage Chance eines Doubles, Walden, WM-Semifinalist von 2013, vollbrachte eine Clearance zum 2:4 und schaffte auch das 3:4.

Zwischendurch hatte sich Nüßle den Staatsmeistertitel gesichert.
Zwischendurch hatte sich Nüßle den Staatsmeistertitel gesichert.(Bild: WPBSA/Ryan Watterson)

Entscheidendes 40er-Break
„Im achten Frame hatte ich die erste Chance und schaffte 27 Punkte, ließ dann aber eine Rote in der Tasche liegen“, erzählt Nüßle. „Ricky war dann bei einem Split unglücklich und hat beim folgenden Safe-Duell die Weiße versenkt.“ Danach spielte der Österreicher ein entscheidendes Break von über 40 Punkten, als Walden schon drei Snooker brauchte, gab er auf.

„Ich hatte hier in Leicester vier Spiele und war mit jedem eigentlich recht zufrieden. Zum absoluten Spitzenniveau muss ich schon noch einige Fehler vermeiden, aber im Vergleich zum Vorjahr habe ich brutale Fortschritte gemacht, vor allem dabei, wie ich mich selbst unter Kontrolle habe“, resümierte Nüßle.

2019 holte Trump seinen bislang einzigen WM-Titel.
2019 holte Trump seinen bislang einzigen WM-Titel.(Bild: AP/Richard Sellers)

Kuriose Wiederholung gegen Trump
Der nun für das Weltranglisten-Turnier in Wuhan ab 23. August planen darf und dort gleich ein besonderes Spiel vor sich hat. Denn er darf sich mit niemand geringerem als dem Weltranglistenersten Judd Trump messen. Nicht zum ersten Mal übrigens. Auch bei seinem einzigen Hauptbewerbsauftritt der Vorsaison, den World Open, wurde Nüßle just gegen Trump gelost – und schaffte beim 1:5 immerhin einen Ehrenframe.

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