Welch großartiges WM-Debüt! Die 26 Jahre alte Isabel Posch lief bei der Hallen-WM in Torun in ihrem 60-m-Vorlauf als Fünfte ganz starke 7,27 Sekunden und verfehlte damit das Semifinale nur um zwei Hundertstel. Sie belegte gesamt den 28. Platz, Leni Lindner schied in ihrem Heat ebenfalls aus (7,35), landete auf dem 35. Platz. Für den Sommer bahnt sich eine ausgezeichnete rot-weiß-rote Sprintstaffel an!
Isabel Posch jubelte über ihren tollen WM-Endstand! „Das ist mega cool, ich bin nur happy!“ Dass sie das Semifinale so knapp verpasste, war ihr da fast egal. „Wenn ich nach diesem Debüt unzufrieden wäre, wäre das nicht wirklich nicht angebracht. Vor Beginn der Hallen-Saison hätte sie niemals mit ihrem Durchbruch in den vergangenen Wochen rechnen können!“ Heuer lief sie fünfmal unter 7,30, wobei ihre 7,25 auch ihre persönliche Bestzeit sind. Christian Taylor, seit einem Jahr für den ÖLV tätig, gratulierte Isabel: „Das war super, eine ganz starke Leistung!“
Girls freuen sich auf die Staffel
Leni Lindner kommentierte ihren Lauf so: „Ich bin gut weggekommen, bis zur Hälfte des Rennens war es sehr gut, aber dann war ich nicht konsequent genug. Ich bin nicht ganz unzufrieden, aber ich hatte mir doch etwas mehr erwartet“, meinte Leni Lindner, die gehofft hatte, noch einmal 7,30 oder schneller laufen zu können. Schließlich hatte sie heuer bei den Staatsmeisterschaften in Wien ihre persönliche Bestzeit auf sensationelle 7,21 gesteigert. Mit ihrer Hallen-Saison konnte sie so insgesamt zufrieden sein.
Das große Ziel unserer Sprinterinnen sind heuer die Freiluft-Europameisterschaften in Birmingham im August. Dort könnte Rot-Weiß-Rot auch eine 4 x 100-m-Staffel stellen. Denn um Isabel Posch und Leni Lindner kann Trainer Philipp Unfried heuer ein sehr starkes Quartett aufbauen. Nach einem vierwöchigen Trainingslager in Stellenbosch folgt auch in St. Pölten das erste gemeinsame Staffel-Training in St. Pölten, Pfingsten dann ein Start in Villach. In St. Pölten erfolgt dann am 4. Juni der erste wichtige 100-m-Test.
Zum Abschluss Karin Strametz
Als letzte Athletin des ÖLV-Quartetts ist am Sonntag noch Karin Strametz im Einsatz. Schon in Glasgow 2024 hatte sie über 60 m Hürden den starken 13. Platz belegt und lief dabei in 8,00 Sekunden auch die bislang schnellste Hürden-Zeit einer Österreicherin bei einer Hallen-WM. Da sie sich heuer über 8,02 und 8,01 auf ihre neue persönliche Bestzeit von 7,97 steigerte und dabei den Rekord von Beate Schrott (jetzt Taylor) nur um eine Hundertstel verpasste, ist ihre Zuversicht für Torun groß.
Die Steirerin, die als einzige ÖLV-Athletin das Direkt-Limit für die WM geschafft hat, sagt: „Ich erwarte, dass ich das abliefere, was ich draufhabe.“ Und das ist extrem viel, zumal sie bei den 7,97 den Start mit den ersten paar Hürden „nicht optimal“ erwischt hat. „Ich weiß, in welche Richtung es gehen kann.“ Da sei noch Potenzial in Hinblick aufs Semifinale und sogar auf das durchaus denkbare Finale. Warum nicht? „Wenn ich einen richtig, richtig guten Lauf erwische und abliefere, was ich körperlich draufhabe, ist viel möglich.“
Anthony holte Sprint-Gold
In einem dramatischen 60-m-Finale hatte Jordan Anthony (USA) das begehrte Sprint-Gold in 6,41 Sekunden gewonnen. Um Silber gab es einen Tausendstel-Krimi. Kishane Thomson (Jam) setzte sich in 6,447 gegen Trayvon Bromell (USA/6,448) mit einer Tausendstel Vorsprung durch.
Zu den weiteren Höhepunkten der Abendsession gehörte der Dreisprung der Männer. In einem hochklassigen Finale gewann Andy Díaz Hernández (Ita) mit 17,47 m vor Jordan Scott (Jam/17,33) und Yasser Mohammed Triki (Alg/17,30) durch. Österreichs Rekordler Endi Kingley hatte wegen Problemen im rechten Fußgelenk seine Hallensaion vorzeitig beendet.
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