Die Pinzgauerin Sandra Flunger übernimmt mit sofortiger Wirkung das Amt der Cheftrainerin bei den deutschen Biathlon-Damen. Die 44-Jährige hatte mehrere Anfragen, der Österreichische Skiverband (ÖSV) nahm allerdings keinen Kontakt zur Salzburgerin auf.
Acht Jahre lang führte die Salzburgerin Sandra Flunger erfolgreich die Geschicke im Schweizer Biathlon-Damenteam. Zwei Jahre lang zeichnete sie auch für die Herren verantwortlich. Nun gelang der 44-Jährigen der nächste Karriereschritt. Die Pinzgauerin betreut ab sofort die deutschen Damen als Cheftrainerin und wechselt damit – um es im Fußballjargon auszudrücken – in die Champions League!
„Deutschland gehört zu den Topadressen in unserem Sport“, erklärte Flunger im Gespräche mit der „Krone“. Nach einem Olympia-Winter sind größere Rochaden üblich, besonders auf der Trainerposition. „Ich hatte das Glück, mehrere Möglichkeiten zu haben“, genießt sie einen guten Ruf. „Das Projekt in Deutschland hat mich von Anfang an meisten interessiert. Daher habe ich andere Möglichkeiten gar nicht näher verfolgt. Das Gefühl hat einfach gepasst.“
Langjährige Hauser-Trainerin Flunger: Keine Kontaktaufnahme des ÖSV
Bei unseren Nachbarn bekommt es Flunger, die seit jeher die Vertrauenstrainerin von Lisa Hauser war, mit Toptalenten zu tun. Zwar hat mit Franziska Preuß das Aushängeschild – wie Hauser – aufgehört, mit Julia Tannheimer (fünf Goldmedaillen bei Juniorenweltmeisterschaften), Selina Grotian (fünf) oder Marlene Fichtner (zwei) hat sie zahlreiche Athletinnen mit enormem Potenzial unter ihren Fittichen.
„Es wird kein Selbstläufer, aber ihre Erfolge zeigen, dass sie fleißig sind und auch hart für ihre Ziele arbeiten.“ Zu ihren persönlichen Zielen gehören Medaillen bei Großereignissen. „Das ist der große Antrieb.“
Vom ÖSV gab es indes, obwohl sie nicht abgeneigt gewesen wäre, keine Anfrage. „Ich wäre grundsätzlich interessiert gewesen. Vorausgesetzt, dass es einen größeren Umbruch gibt. Seit zehn Jahren ist aber fast gar nichts passiert.“
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