Aus Platzgründen reist Footballer Thoms Schaffer zu Auswärtsspielen lieber mit dem Bus als mit dem Flugzeug. In Japan fiel er mit seinen 201 Zentimetern Körpergröße an jeder Ecke auf wie ein bunter Hund. Der „Krone“ erzählte er von seiner Saison im Land der aufgehenden Sonne und warum er sich danach die Haare abschnitt.
Thomas Schaffer ist mit seinen 2,01 Metern Körpergröße und rund 140 Kilogramm Kampfgewicht auch in unseren Breiten eine echte Erscheinung. In Japan jedoch fiel der Footballer mit seiner langen blonden Mähne überall auf.
Eine Saison lang lief der 27-Jährige im Land der aufgehenden Sonne für IBM Big Blue in der X-League auf. „Eine völlig andere Kultur. Auch wie man dort an Football herangeht ist etwas ganz anderes“, berichtet er von seinen Erfahrungen in Chiba östlich von Tokio.
Bis auf eine Handvoll Legionäre wie den Wiener sind alle Spieler dort voll berufstätig. „Die Japaner arbeiten so viel, dass nicht, wie bei uns üblich an Wochentagen nach der Arbeit trainiert wird.“ Teamtrainings gab’s nur am Wochenende. „Am Donnerstag gab es immer eine freiwillige Einheit, da waren aber außer uns Imports kaum Spieler da.“
Football-Finale heißt „Reisschüssel“
So hatte Thomas Zeit, Land und Leute kennenzulernen. „Ich war in Tokio, Osaka, Kyoto, beim Fuji, habe viel richtig gutes Sushi gegessen“, grinst er. Mit der landestypischen Speise hängt auch der Name des nationalen Football-Finales zusammen: „Sie nennen es ,Rice-Bowl‘, also Reisschüssel. Der japanische Humor gefällt mir, erinnert mich an den Wiener Schmäh.“
Zurück in Wien unterschrieb der 2023er Europameister wieder bei den Vienna Vikings für die American Football League Europe. Sein langes „Wikinger-Haar“ wird man da vorerst aber nicht sehen. Nach zwei Jahren und 45 Zentimetern „habe ich es abschneiden lassen und für Perücken für krebskranke Kinder gespendet“, ist er auch menschlich ein ganz Großer.
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