Carlos Sainz schlägt nach dem heftigen Crash von Oliver Bearman beim GP von Japan Alarm. „Dieser Unfall war nur eine Frage der Zeit.“
Bearman krachte nach einer gefährlichen Situation mit Franco Colapinto in die Streckenbegrenzung. Durch das neue Reglement entstehen enorme Tempo-Differenzen. Während Colapinto ohne Energie nur mit dem Verbrenner unterwegs war, nutzte Bearman den Boost und war rund 50 km/h schneller.
„Wir fahren 30, 40 oder 50 km/h mit dem Boost, und dieser Unfall war nur eine Frage der Zeit“, wurde Carlos Sainz bei DAZN deutlich.
Als Colapinto zur Verteidigung nach links zog, musste Bearman ausweichen, kam auf die Wiese und verlor die Kontrolle. Der heftige Einschlag war die Folge.
Sorge vor weiteren Unfällen
Sainz blickt bereits mit Sorge auf kommende Rennen. Besonders Strecken wie Las Vegas oder Baku könnten noch gefährlicher werden. „Stellt euch vor, das passiert dort bei noch höheren Geschwindigkeiten und ohne Auslaufzone“, warnte der Williams-Pilot.
Klare Kritik am Reglement
Für den Spanier steht fest: Das aktuelle Regelwerk muss überarbeitet werden. „„Ich bin nicht zufrieden mit dem, was wir bisher haben, und hoffe, dass wir eine bessere Lösung finden, die nicht diese massiven Geschwindigkeitsunterschiede erzeugt und sichereres Racing ermöglicht“, sagte er bei Sky UK.
Sainz fordert ein Umdenken bei den FIA-Verantwortlichen: „Als Fahrer haben wir sehr deutlich gemacht, dass das Problem nicht nur das Qualifying ist, sondern auch das Rennen, und wir haben immer gewarnt, dass solche Unfälle passieren würden.“
Sainz weiter: „Das ist das Problem, wenn man nur auf die Teams hört. Die denken vielleicht, das Rennen sei okay, weil sie Spaß haben, es im Fernsehen zu sehen. Aber aus Fahrersicht, wenn man gegeneinander fährt und erkennt, dass es 50 km/h Geschwindigkeitsunterschied geben kann, ist das eigentlich kein Racing.“
Zeit für Änderungen
Die Formel 1 hat nun Zeit zu reagieren. Aufgrund der abgesagten Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien steht erst Anfang Mai in Miami das nächste Rennen an.
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