GUTEN MORGEN

Stocker-Formel steckt fest | Blaue Profiteure

Stocker-Formel steckt fest. Die vom Kanzler geprägte und von seinen Parteifreunden viel beschworene „Formel“ 2-1-0, das Ziel, die Inflation heuer auf zwei Prozent zu drücken und das Wirtschaftswachstum auf ein Prozent zu heben – sie steckt gerade in der Straße von Hormus fest und droht blubbernd unterzugehen. Im schlimmsten Szenario, das Nationalbank-Gouverneur und Ex-Minister Martin Kocher am Dienstag zeichnete, wird aus Stockers 2-1 gar ein 4-0, ja, und es könnte noch schlimmer kommen - mehr als vier Prozent Inflation, schrumpfende Wirtschaft, also unter null. Das sind die denkbar schlechtesten Vorzeichen für die Österreicher, das wäre auch eine Katastrophe für die Dreier-Regierung.

Blaue Profiteure. Wenn die ÖVP-SPÖ-Neos-Regierung überhaupt jemals eine Überlebenschance beziehungsweise eine Wiederwahl-Chance hätte, dann wohl nur, wenn es den Österreichern wieder gefühlt und vor allem in der Realität besser ginge. Doch das laue Lüftchen der Wirtschaftserholung, das sich zu Jahresbeginn zu entwickeln schien – es hat sich zum größtmöglichen Gegenwind gedreht. In Washington, Jerusalem und Teheran werden gerade die Zukunftsaussichten von Christian Stocker, Andreas Babler, Beate Meinl-Reisinger und ihren Parteifreunden zerschossen. Nicht retten wird die Regierung die mit größter Anstrengung gerade noch gerettete Spritpreisbremse – sie ist höchstens ein Öltropfen auf den heißen Stein. Und wer sind die vermutlichen Profiteure des ganzen Wahnsinns? Russen, Chinesen - und die österreichischen Blauen.

Kommen Sie gut durch den Donnerstag!

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