Betreiber insolvent

Im Hotel im Ski-Weltcuport gehen die Lichter aus

Oberösterreich
24.03.2026 17:15

Im Vorjahr schlitterte die Betreiberfirma des Hotel Triforêt in Hinterstoder in die Insolvenz, nun ordnete der Masseverwalter die Schließung an. Diese soll nur vorübergehend sein. Die Hoteleigentümer möchten nach einer mehrmonatigen Umbauphase mit einem neuen Betreiber wieder durchstarten. 

„Vorübergehend geschlossen“. Ein Blick auf die Homepage des Triforêt im ehemaligen Ski-Weltcuport Hinterstoder bestätigt, was schon seit November des Vorjahres de facto feststand – die Schließung des Hotels durch den Masseverwalter. Er kündigte diesen Schritt im Zuge des Insolvenzverfahrens der Betreibergesellschaft an. Diese schlitterte mit 1,7 Millionen Euro in den Konkurs. Um den Schaden gering zu halten, blieb das Hotel während der Wintersaison offen.

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Wenn ein Projekt kurz nach dem Start in die Insolvenz schlittert, deutet vieles darauf hin, dass dieses Modell krachend gescheitert ist.

Stefan Kaineder, Grünen-Landesrat

Zeitgleich mit der Ankündigung des Masseverwalters trat auch Immobilieninvestor Friedrich Huemer an die Öffentlichkeit und stellte sich als neuer Mehrheitseigentümer des Hotels vor. Eine Schließung schloss er damals kategorisch aus. „Weder ein solventer Pächter noch ein Konkursverwalter kann diese Entscheidung treffen. Das liegt ausschließlich in der Kompetenz des Eigentümers – also in meiner. Das Hotel wird definitiv nicht geschlossen, sondern von einem kompetenten Betreiber fortgeführt werden“, hieß es in einer Stellungnahme. Nun ist von einer mehrmonatigen Umbauphase die Rede. Im Juni sollen mit einem neuen Betreiber die Lichter wieder angehen.

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Das Konkursverfahren betrifft nicht das Hotel, sondern die bisherige Betreibergesellschaft. Der Betrieb soll im Juni fortgesetzt werden.

Markus Achleitner, VP-Landesrat

Grünen-Landesrat Stefan Kaineder traut der Sache nicht: „Das Triforêt ist offenkundig nicht als wirtschaftlich tragfähiger Ganzjahresbetrieb konzipiert worden, sondern als undurchsichtiges Investorenmodell. Der zuständige Tourismuslandesrat Markus Achleitner muss umgehend die Rückforderung der Millionenförderung für dieses gescheiterte Projekt einleiten.“

Achleitner wertet die Forderung der Grünen als „neuen Skandalisierungsversuch“: „Das Konkursverfahren betrifft nicht das Hotel, sondern die bisherige Betreibergesellschaft. Erst nach Beendigung des Konkursverfahrens kann der Vertrag mit einer neuen Betreibergesellschaft unterschrieben werden. Laut Miteigentümer soll dies in den folgenden Wochen erfolgen und im Juni der Hotelbetrieb wieder fortgesetzt werden.“ 

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