Tor traf Bub (†7)

„Man kann keinen Sinn suchen, wo kein Sinn ist“

Fußball International
23.03.2026 14:33

Anton (7) starb am Wochenende, weil ihn kurz vor dem Anpfiff eines Spiels der U-8 des FSV Erlangen-Bruck ein umstürzendes mobiles Tor am Kopf traf. Bei der ersten Trauerfeier sagte ein Vereinsmitglied: „Ich habe selbst keine Kinder – und kann den Schmerz der Eltern nicht einmal ansatzweise begreifen. Man kann keinen Sinn suchen, wo kein Sinn ist.“

Thomas Neudecker, Vorstand des FSV Erlangen-Bruck, erklärte: „Wir sind alle sehr geschockt. Nach dem unfassbaren Geschehnis befindet sich der gesamte Verein in tiefster Trauer. Der Fußball ist nun absolute Nebensache. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie, seinen Angehörigen, Freunden, Mitspielern und Trainern. In aller Verbundenheit wünschen wir ihnen viel Kraft, das Unbegreifliche zu überstehen. Der Verein wird alles tun, um die Beteiligten zu unterstützen.“

Zwischen Rasenplatz und Vereinsgaststätte sind Blumen, Kerzen und Kuscheltiere aufgestellt. Wo sonst gemeinsam gejubelt wird, flattert in Höhe der Mittellinie ein Vereinstrikot mit der Rückennummer 12 im Wind. 

Zwischen Rasenplatz und Vereinsgaststätte haben Mitglieder Blumen und Kerzen deponiert.
Zwischen Rasenplatz und Vereinsgaststätte haben Mitglieder Blumen und Kerzen deponiert.(Bild: Daniel Löb)

Vieles deutet auf einen extrem tragischen Unfall hin
Die Ermittlungen laufen. Vieles deutet auf einen extrem tragischen Unfall, bei dem alles zusammen gekommen ist, hin. Das Unglück soll laut Augenzeugen beim Tragen und Hinstellen des mobilen Tors passiert sein. Der Bub wurde schwer am Kopf verletzt und starb später in der Uniklinik Erlangen.

Vielfach geteilter Beitrag
Der Schmerz ist unermesslich. Es ist schwierig, Worte zu finden. Das Fashionlabel Bolzplatzkind versuchte es auf seiner Instagram-Seite. Der Beitrag wurde in Erlangen und der Umgebung sehr oft geteilt. Darin heißt es: „Sieben Jahre lang jagtest du dem Ball hinterher. Nutztest jeden Tag. Jeden Moment. Und jeden Platz. Dann fiel ausgerechnet das Tor auf dich. Dieses schwere Rechteck, das immer dein Freund war. Dem du immer nah sein wolltest. Nun ist dein Leben hier auf Erden vorbei. Und du bist auf dem Weg nach oben. Wir sehen dich, wie du immer kleiner wirst. Und doch immer einen großen Platz haben wirst. In den Herzen deiner Eltern, deiner Freunde, deiner Familie.“

Auch der Autor dieser Zeilen ist als ehemaliger Jugendspieler und Nachwuchstrainer des FSV Erlangen-Bruck, als Papa von zwei sportbegeisterten Kindern und als Onkel von zwei fußballverrückten Neffen, die in der Nähe von Erlangen kicken, tief betroffen. 

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