Es ist schon ein wenig verhext! Zum vierten Mal in Folge verpasste Caroline Bredlinger bei einer EM oder WM hauchdünn das Semifinale. Bei der Hallen-WM in Torun wurde sie in ihrem Vorlauf Vierte in 2:01,73 Minuten. Gesamt belegte sie damit den 20. Platz. Diesmal fehlten ihr 27 Hundertstel auf den Aufstieg in die nächste Runde. Caro: „Natürlich bin ich enttäuscht!
Im vergangenen Jahr war sie bei der Hallen-EM, Hallen-WM und bei der WM 15, 22 bzw. 8 Hundertstel am Semifinale vorbeigerannt. Jetzt fehlte ihr wieder nur ein Wimpernschlag..
Weltrekordlerin bremste
Im ersten Vorlauf war die Burgenländerin gemeinsam mit Weltrekordlerin Keely Hodgkinson gestartet. Hatte man erwartet, dass die Britin für ein sehr flottes Tempo sorgen würde, hatte man sich geirrt. Im Gegenteil: Keely bremste zwischendurch das Feld, lief gerade so, wie es ihr locker zum Einzug ins Semifinale reichte.
Keely gewann diesen Heat in 2:00,32, dahinter folgten Valentina Rosamila (Sz/2:01,15) und Nina Vukovic (Kro/2:01,53). Bredlinger lief bei dem Rennen bewusst einige Zeit außen auf der zweiten Bahn, damit sie von weiteren Läuferinnen nicht überholt werden konnte. Vielleicht fehlte ihr deshalb auch am Ende etwas die Kraft…
Fokus auf die Freiluft-EM
Die ersten beiden eines jeden Heats qualifizierten sich direkt fürs Semifinale. Dann gab es noch sechs weitere Plätze für die Zeitschnellsten. Da aber fiel die 24-Jährige von Vorlauf zu Vorlauf weiter zurück. Ohnehin hatte sie heuer leider eine verkorkste Hallensaison, hatte immer wieder etwas Pech mit Erkrankungen. Jetzt also geht der Blick auf die Freiluft-Saison mit dem Höhepunkt der EM in Birmingham. Sie sagte, dass sie heuer relativ spät in den Sommer einsteigen wolle, erst Anfang Juni.
Samstag: Posch & Lindner
Als Nächste des ÖLV-Quartetts sind die 60-m-Sprinterinnen Isabel Posch und Leni Lindner am Samstag im Einsatz. Beide sorgten in dieser Hallen-Saison schon für Aufsehen, als sie bei den Staatsmeisterschaften im Finale 7,21 bzw. 7,26 liefen. Isabel Posch schraubte ihre Bestzeit eine Woche später noch auf 7,25. Solche Traumzeiten hatte es im ÖLV-Bereich kleine Ewigkeiten nicht mehr gegeben, wobei der Rekord von der einst überragenden Karin Mayr-Krifka (7,15) schon ein Vierteljahrhundert alt ist. Die Niederösterreicherin sorgte auch als Vierte 2003 für den bislang größten rot-weiß-roten WM-Erfolg über 60 m gesorgt, zudem war sie ein Jahr später 200-m-Dritte bei der Hallen-WM in Budapest.
Beide, Leni Lindner und Isabel Posch, spüren keinen Druck, wissen vielmehr um ihre Stärke. Lindner: „Die 7,21 stimmen mich optimistisch. Ich habe heuer bei der WM zum ersten das Gefühl, dass ich dazugehöre und nicht nur Glück gehabt habe, dabei sein zu dürfen.“ Isabel Posch, als einzige des ÖLV-Quartettes zum ersten Mal bei einer Hallen-WM, hat sich „ehrlich gesagt keine Gedanken“ über Ziele, Zeiten oder Platzierungen gemacht. Sie wolle zuvor nicht „zu viel denken oder reden.“ Sie ist nur „megahappy über ihren Durchbruch“ in dieser Saison und wie diese bisher verlaufen sei. Dass sie heuer fünfmal 7,30 Sekunden und schneller gelaufen ist, ist schon sensationell. „Ich hätte nie gedacht, dass es heuer so schnell geht.“
Am Sonntag ist als letzte Österreicherin noch Karin Strametz über 60 m Hürden im Einsatz.
Gold an Mahuchikh und dreimal Silber!
Im Hochsprung der Frauen sicherte sich Yarolava Mahuchikh (Ukr) mit 2,01 das erste Gold dieser Titelkämpfe. Titelverteidigerein Nicola Olyslagers (Aus), Angelina Topic (Srb) und Yulia Levchneko (Ukr) gewannen gemeinsam mit jeweils 1,99 Silber.
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