Das Bild des ORF. Nein, sie legte sich auch am Sonntag nicht, die Aufregung rund um den ORF. Heute vor einer Woche wurde der offensichtlich erzwungene Abgang von Generaldirektor Roland Weißmann wegen des Vorwurfs sexueller Belästigung publik, seither gehen die Wogen hoch. In der Sonntags-„Krone“ haben wir unter anderem über die „Akte Lederer“ berichtet – über die Geschäfte und Interventionen des roten Stiftungsratsvorsitzenden. Aufsehenerregend auch das Interview von Conny Bischofberger mit der neuen interimistischen Generaldirektorin Ingrid Thurnher, in dem sie unter anderem betont: „Das Bild, das der ORF derzeit nach außen abgibt, bildet nicht das Unternehmen ab.“ Da hat sie sicher prinzipiell recht…
Thurnher muss aufräumen. Tatsächlich arbeiten die allermeisten Mitarbeiter des Staatsfunks anständig. Umso bedauerlicher, wenn dieses Bild durch schwarze oder zumindest „graue“ Schafe in Spitzenpositionen getrübt wird. Wenn etwa Spitzenverdiener auch noch bei der Pensionierung unmäßig abkassieren wollen, wie zuletzt bekannt wurde, dann regt das auf, wie man an den Leserbriefen und Postings an die „Krone“ sehen kann. So meint etwa Mike Payer aus Neusiedl am See in seinem Leserbrief: „Der ORF finanziert sich zu einem großen Teil aus verpflichtenden Gebühren der Bevölkerung. Gerade deshalb sollte dort ein besonders strenger Maßstab gelten, wenn es um Gehälter, Pensionen und Nebenbeschäftigungen geht.“ Unser Leser findet auch: „Der öffentlich-rechtliche Rundfunk kann nur dann dauerhaft Vertrauen genießen, wenn er mit dem Geld der Bürger besonders sorgfältig und transparent umgeht.“ Und der Kärntner Leser Ingo Fischer meint nach dem Bischofberger-Interview mit Ingrid Thurnher: „Der ORF steht vor großen Herausforderungen. Umso erfreulicher ist es, eine so vertrauenswürdige und fachlich exzellente Persönlichkeit mit großer Erfahrung in dieser Position zu wissen. Sie ist einer jener Menschen, bei dem man das Gefühl hat, dass sie die richtige Person zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist. Hoffentlich räumt Thurnher in dieser Übergangsphase mithilfe Externer auf.“ Ja, hoffentlich.
Kommen Sie gut durch den Montag!
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