Unterirdisches Bauen

Post steckt 55 Millionen Euro in Logistikzentrum

Salzburg
19.03.2026 15:00

Am Standort in Wals-Siezenheim hält die Österreichische Post auch künftig fest. Trotz der Herausforderungen durch begrenzten Platz und Höhenbeschränkungen aufgrund der Einflugschneise des Flughafens soll hier eines der modernsten Verteilerzentren Österreichs entstehen –  großteils unterirdisch.

Tiefbau statt Hochbau steht beim neuen Logistikzentrum der Österreichischen Post in Wals-Siezenheim auf dem Programm. Denn aufgrund der Einflugschneise des Flughafens ist hier kaum Luft nach oben, weshalb es in den Untergrund geht – Lichtschächte für natürliche Belichtung der Arbeitsplätze inklusive. 

Erfolgt ist hier der Spatenstich am Donnerstag, 19. März. Insgesamt nimmt die Post dafür 55 Millionen Euro in die Hand. Ende 2027 sollen die Baumaßnahmen – die im laufenden Betrieb stattfinden – abgeschlossen sein. Ab dann soll die Kapazität für den nach wie vor steigenden Sektor der Pakete verdreifacht werden – um bis zu 24.000 Stück pro Stunde bewältigen zu können. 

„Es ist eine gute Geschichte – wird aber auch eine Herausforderung, wenn wir dann mit dem Schieben der Produktion anfangen müssen“, erzählt Kurt Kübler. Er ist Standortleiter der Post für Wals und Thalgau. Während der Umbauphase müssten auch andere Logistikzentren mithelfen. „Ich fürchte mich nicht vor der Baustelle. Wir werden versuchen, dass die Kunden nichts vom Umbau merken.“

Kurt Kübler ist Post-Standortleiter für die Logistikzentren in Wals-Siezenheim und Thalgau.
Kurt Kübler ist Post-Standortleiter für die Logistikzentren in Wals-Siezenheim und Thalgau.(Bild: Markus Tschepp)

Erleichtert über die Entscheidung des neuen Logistikzentrums zeigt sich Wals-Siezenheims Bürgermeister Andreas Hasenöhrl: „Die Post ist natürlich ein ganz wichtiger Betrieb für uns – und einer der größten Kommunalsteuerzahler.“ Dabei sieht der Ortschef vor allem den Ausbau ohne Versiegelung zusätzlicher Flächen als nachhaltig. „Auch das Dach soll begrünt und eine Photovoltaik-Anlage integriert werden.“ 

Ein möglicher Anstieg des Lkw-Verkehrs sollte laut Hasenöhrl zudem auch keine Probleme bringen: „Die Belastung wird überschaubar bleiben.“ Die Lkw würden zudem ohnehin durch ein Gewerbegebiet ohne Anwohner direkt auf die Autobahn fahren. 

Trotz moderner Technologien und entsprechender Hilfen – bis hin zu neuen Sortier-Systemen – will die Post den Mitarbeiterstand in Wals sogar leicht erhöhen. Geplant ist hier ein Anstieg um etwa zehn Prozent – also von 270 auf 300 Menschen.

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