Die Oberpinzgauer Gemeinde Neukirchen am Großvenediger profitiert von 28 Dreitausender-Gipfeln und vielen Gästen. Die lokale Energiegenossenschaft ist an einem neuen Blackout-Schutz beteiligt.
Neukirchen am Großvenediger lebt von seinen Bergen. Stolz trägt die Gemeinde Salzburgs höchsten Berg im Namen. Sein Gipfel liegt wie die übrigen 27 Dreitausender-Gipfel von Neukirchen im Süden des Gemeindegebiets. Es ist der wildere Teil des Orts mit dem Nationalpark Hohe Tauern. Er ist bei Gästen beliebt, die die Natur suchen.
Der nördliche Teil in den Grasbergen mit der Wildkogelbahn ist bei Sportlern und Familien beliebt. Beide sind sie wichtig für die Betriebe. „Der Tourismus ist unser wichtigster Wirtschaftsfaktor“, sagt Bürgermeister Andreas Schweinberger (ÖVP). Neukirchen verzeichnet noch steigende Nächtigungszahlen. „Wir wollen mehr in Richtung Qualität statt Quantität gehen“, sagt der Ortschef.
Das soll nicht auf Kosten der Einheimischen gehen, deshalb hat die Gemeinde selbst die Zahl der Zweitwohnsitze beschränkt. Um jüngere Familien in der Gemeinde zu halten, plant die Gswb aktuell ein Projekt mit 32 Wohnungen. Der Kindergarten wurde kürzlich von vier auf sieben Gruppen erweitert. In Sachen Energieversorgung geht Neukirchen eigene Wege.
Die vor mehr als 90 Jahren entstandene Lichtgenossenschaft besteht noch immer und versorgt die Neukirchener mit Strom. Auch die Gemeinde ist Mitglied. Preislich ist die Genossenschaft an die Salzburg AG gebunden. Am neuen Kraftwerk im Ortsteil Sulzau ist der lokale Energieversorger ebenfalls beteiligt. „Dabei wurde auch in die Inselfähigkeit der Energieversorgung im Fall eines Blackouts investiert“, sieht Schweinberger einen echten Mehrwert.
Im Hinblick auf die Gemeindefinanzen will sich der Bürgermeister nicht beschweren. „Wir können nicht immer nur auf Land und Bund schimpfen. Es gibt überall Einsparpotenzial“, sagt er. Abgesehen von den Schulden aus der umfangreichen Kanal-Renovierung, die nach und nach abgebaut werden, stehe Neukirchen gut da.
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