Unglaubliches Turnier

Schwärzler triumphiert bei Kigali-Challenger

Vorarlberg
08.03.2026 12:06

Am Samstag wurde Joel Schwärzler beim ATP 75er Challenger in der ruandischen Hauptstadt Kigali noch von einem Gewitter gestoppt! Am Sonntagvormittag war der 20-Jährige aber nicht mehr zu stoppen und sicherte sich mit einem 7:6 (5), 7:6 (6)-Finaltriumph gegen Stefano Napolitano (It) seinen zweiten Sieg auf der Tour. Nach einem verrückten Turnier.

Nachdem der Vorarlberger am vergangenen Sonntag noch im Finale des Challengers von Lugano im Einsatz war, verzögerte sich die Anreise nach Afrika. Schwärzler, hob erst am Sonntag um 23.30 Uhr von Mailand ab und flog via Addis Abeba (Eth) nach Kigali, wo er am Montagvormittag ankommen.

Starker Start in Kigali
Bereits am Dienstag stand er dann erstmals in diesem Jahr für ein Turniermatch auf einem Sandplatz. Gegen den Franzosen Mathys Erhard (ATP-Nr. 330) musste der Heeressportler zweimal ins Tiebreak, hat mit 7:6 (5) und 7:6 (1) aber nach 2:03 Stunden das bessere Ende für sich.

Mentale Meisterleistung – zehn Matchbälle abgewehrt
Episch, dann Schwärzlers Auftritt im Achtelfinale! Gegen Zdenek Kolar (Tch/ATP-Nr. 197) verlor Joel Satz eins mit 4:6. In Durchgang zwei ging es ins Tiebreak, wo sich der Harder mit 7:2 durchsetzte und den Satzausgleich herstellte. Im Entscheidungssatz geriet Schwärzler dann 2:5 in Rückstand und musste insgesamt 10 Matchbälle abwehren, ehe er – erneut im Tiebreak – seinen zweiten Matchball nach einer Spielzeit von 3:26 Stunden zum 4:6, 7:6 (2), 7:6 (6) verwerten konnte.

Nummer eins in Tiebreak-Show eliminiert
Im Viertelfinale wartete dann die Nummer eins des Turniers, der Argentinier  Trungelliti (ATP-Nr. 132). Nachdem sich Schwärzler Satz eines mit seinem fünften gewonnenen Tiebreak (7:3) im Verlauf des Turniers geholt hatte, musste er in Durchgang zwei erneut ins Tiebreak – und zog erstmals den kürzeren (3:7). Auch der Entscheidungssatz ging ins Tiebreak und da nutzte der Vorarlberger seinen dritten Matchball zum 8:6 – Spielzeit: 3:25 Stunden!

Expresserfolge gegen Cecchinato
Das Halbfinale gegen Marco Cecchinato (IT/ATP-Nr. 225) geriet dann zu einem Expresserfolg: Nach nur 102 Minuten stand der Österreicher als 6:2, 7:6 (8)-Sieger fest. Im Finale präsentierte sich Schwärzler dann erneut stark, gewann Satz eins – wie könnte es anders sein – im Tiebreak mit 7:5, ehe in Durchgang zwei beim Stand von 2:3, 40:15 aus seiner Sicht ein Gewitter erst zu einer Unterbrechung und schließlich zum Abbruch führte.

In 12:57 Stunden zum zweiten Titel
Am Sonntag ließ sich der ÖTV-Youngster dann die Butter aber nicht mehr vom Brot nehmen. Ohne weitere Breakchancen ging es für Schwärzler in sein insgesamt bereits zehntes Tiebreak in Kigali – und zum neunten Mal hatte er das bessere Ende für sich. Nach exakt 2:21 Stunden verwertete Joel vor den Augen seiner Coaches Markus Hipfl und Sebastian Beutel seinen ersten Matchball zum 7:6 (5), 7:6 (6)-Erfolg und fixierte damit seinen zweiten Challenger-Titel, nachdem er im Mai 2024 bereits im nordmazedonischen Skopje ein Turnier gewinnen konnte. In seinen fünf Partien in Kigali stand Schwärzler insgesamt 12:57 Stunden oder 777 Minuten am Platz – ein Kraftakt.

Sebastian Beutel und Markus Hipfl freuten sich mit Schützling Joel Schwärzler.
Sebastian Beutel und Markus Hipfl freuten sich mit Schützling Joel Schwärzler.(Bild: Privat)

Neue ÖTV-Nummer 3
Die Belohnung? Ein Preisgeldscheck in Höhe von mehr als 14.000 Euro und 75 Punkte für die Weltrangliste, wo er Jurij Rodionov überholen wird und damit als drittbester Österreicher schon bald im Bereich von Position 170 aufscheinen wird.

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