Mehr Beschwerden

Wiener Mozart-Verkäufer pfeifen auf Auflagen

Wien
29.01.2024 19:00

Mit den Touristen sind auch die Mozart-Verkäufer wieder in Scharen zurück - und der Konkurrenzkampf dürfte enorm sein.

Die Mozart-Verkäufer gehören zum Straßenbild von Wien - wie die Tauben. Doch die Vögel sind deutlich weniger aggressiv und aufdringlich als die Männer in ihren bunten Kutten. Diese verkaufen hier Führungen und Konzertkarten an ahnungslose Touristen.

Der Konkurrenzkampf ist anscheinend groß. „Will man die Leute vor unseriösen Geschäften warnen, dann wird man gleich beschimpft und mitunter auch unsanft zum Weitergehen aufgefordert“, so ein Anrainer gegenüber der „Krone“.

Dabei ist das harte Gewerbe seit 2019 eigentlich streng reglementiert. In der City gibt es seither fünf Orte, an denen bis zu sechs Verkäufer stehen dürfen. Unter anderem auf dem Stock-im-Eisen-Platz beziehungsweise am Graben, auf dem Michaelerplatz oder auch vor der Oper. Eine Sperrzone gibt es auf dem Stephansplatz, unmittelbar vor dem Dom. Doch auch diese wird von einigen schwarzen Schafen nicht eingehalten.

Respektzone wird von Mozarts täglich ignoriert
Bei einem Lokalaugenschein dieser Tage tummelten sich am Stephansplatz gleich mehrere der „Verkaufstalente“ in bunten Gehröcken. Die Maximalanzahl der Verkäufer pro Platz und die Sperrzone werden vollkommen ignoriert. Schaut ein Passant nur annähernd wie ein Tourist aus, wird er sofort quasi eingekesselt.

Es hagelte schon Anzeigen
City-Bezirkschef Markus Figl (ÖVP) ist sauer: „Auch wir im Bezirk erhalten immer wieder Beschwerden zu den Mozart-Verkäufern. 2019 haben wir es geschafft, gemeinsam mit der Stadt ein Nutzungs- und Zonierungskonzept zu etablieren, das eine Respektzone vor dem Riesentor des Stephansdoms vorsieht. In Absprache mit der Gruppe Sofortmaßnahmen sind auch schon Anzeigen erstattet worden.“

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