Das hatte sich Mick Schumacher ganz anders vorgestellt! Beim Debüt in der IndyCar-Serie erlebte der Deutsche einen Albtraum und war schon nach der ersten Runde draußen.
Auf dem Stadtkurs von St. Petersburg (Florida) endete Schumachers Premiere mit einem frühen Auffahrunfall. Der 26-Jährige fuhr auf das Auto des Amerikaners Santino Ferrucci auf, nachdem dieser in einer Kurve abgedrängt worden war. Schumacher traf dabei keine Schuld, dennoch war sein Rennen sofort vorbei. Der Sohn von Rekordweltmeister Michael Schumacher musste aus dem schwer beschädigten Wagen aussteigen. Immerhin gab sein Team kurz darauf Entwarnung: Bei der Untersuchung durch die Rennärzte wurden keine Verletzungen festgestellt.
Hier der Unfall im Video:
„Erlaube mir keine Anfängerfehler“
Schumacher wagt 2026 in der IndyCar-Serie einen Neustart, nachdem er lange vergeblich auf eine Rückkehr in die Formel 1 gehofft hatte. Er startet für Rahal Letterman Lanigan Racing und wird offiziell als Rookie geführt, obwohl er bereits viel Erfahrung im internationalen Motorsport gesammelt hat. Vor seinem Debüt hatte er selbstbewusst erklärt: „Ich sehe es nicht als Rookiejahr und erlaube mir auch keine Anfängerfehler.“
Allerdings konnte der Deutsche im Vorfeld nur begrenzt testen. In der Qualifikation kam er nicht über Rang 21 hinaus. Von Startplatz 21 aus geriet er dann in der hektischen Anfangsphase in die entscheidende Kollision.
„Hat eine Kettenreaktion ausgelöst“
„Ich habe gesehen, wie Santino die Räder blockierte, aber wusste nicht, dass sich innen noch jemand anderes ebenfalls verbremste. Sting Ray ist offenbar etwas weiter in die Kurve reingeschossen als erwartet und das hat eine Kettenreaktion ausgelöst“, sagte Schumacher zum Vorfall. „Mein erster Gedanke war: ‘Okay, wie kann ich das Ding hier rausfahren?‘ Aber dann kam die Gelbphase schneller als erwartet. Da haben mich die Rettungskräfte sehr schnell rausgeholt.
Den Unfall sieht er als normalen Rennunfall an: „Es ist ein Rennen, und wenn man weit hinten ist, gibt es immer wieder Momente, in denen man drei oder sogar vier Autos vor oder hinter sich hat. Das ist von sich aus ein Risiko. Für uns lautet die wichtigste Erkenntnis also: Wir müssen uns weiter vorne qualifizieren, so einfach ist das.“
Und weiter: „Ich denke, wir hätten dieses Rennen wirklich gebraucht, um uns vollständig auszusortieren und ohne Zweifel in das nächste Rennen zu gehen. Aber hey, wir haben noch 17 Rennen vor uns, es ist nur das erste, es ist nur der Anfang. Ich bin sehr gespannt auf den Rest der Saison.“
Neustart nach F1-Aus
Bereits in seinen Formel-1-Jahren 2021 und 2022 hatte Schumacher mehrere schwere Unfälle erlebt. Haas trennte sich schließlich von ihm. Es folgten ein Jahr als Ersatzfahrer bei Mercedes sowie zwei Saisonen in der Langstrecken-WM mit Alpine.
Jetzt soll in den USA der sportliche Neuanfang gelingen. Die nächste Chance bekommt Schumacher bereits am kommenden Wochenende auf dem Phoenix Raceway in Arizona.
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