Speed-Ass verärgert

Schweizer schäumt: „Kann einfach nicht sein, …“

Olympia
25.02.2026 08:23

Dass er sich die Olympischen Spiele im Fernsehen anschauen musste, während sich Athleten aus exotischen Ländern in Bormio aus dem Starthaus stürzten, geht Justin Murisier gewaltig gegen den Strich ...

Acht Hundertstelsekunden hatten dem Schweizer damals gefehlt, um die Selektionskriterien zu erfüllen und sich für die Spiele zu qualifizieren. Während Landsmann Franjo von Allmen zu drei Goldenen raste, musste der 34-Jährige zu Hause bleiben.

„Macht mich traurig“
Nach dem Großevent bilanzierte Murisier nun: „Es macht mich traurig, wenn in der Abfahrt gerade mal 34 Rennfahrer am Start stehen, von denen höchstens 25 richtig gut Skifahren können. Es kann einfach nicht sein, dass Athleten, die das Potenzial für den Gewinn einer Medaille hätten, zu Hause bleiben müssen und beim wichtigsten Rennen der letzten vier Jahren irgendwelchen Exoten zuschauen müssen.“

Justin Murisier drufte nicht mit nach Bormio fahren.
Justin Murisier drufte nicht mit nach Bormio fahren.(Bild: Mario Urbantschitsch)

Viel zu groß sei die Kluft zwischen den Medaillenanwärtern und jenen Sportlern, die nur aufgrund ihrer Nationalität im Zeichen der fünf Ringe starten durften. „Im Weltcup liegen die Top-30 nach dem ersten Lauf manchmal innerhalb von zweieinhalb Sekunden, doch nach dem ersten Durchgang im Olympia-Slalom lag der Dreißigste über acht Sekunden hinter der Bestzeit. Das ist keine gute Werbung für unseren Sport“, zitiert der „Blick“ den verärgerten Schweizer.

Cormac Comerford landete in der Olympia-Abfahrt auf Rang 20.
Cormac Comerford landete in der Olympia-Abfahrt auf Rang 20.(Bild: AFP/FABRICE COFFRINI)

Noch gravierender waren die Zeitunterschiede in der Abfahrt. Dem Iren Cormac Comerford fehlten 12,79 Sekunden auf Von Allmens Marke. Als Vierunddreißigster hätte er im Weltcup damit jedoch nur knapp FIS-Punkte verpasst.

„Nicht im Sinne des Sports“
Dass Sportler aus Ländern, die nicht gerade für ihre Nähe zum alpinen Skisport bekannt sind, antreten dürfen, störe Murisier nicht, problematisch werde es jedoch, wenn Weltcupfahrer dann um ihre Startnummer kommen. Der Abfahrtssieger von Beaver Creek aus dem Jahr 2024 fordert: „Vor diesen Exoten müssten die Top-30 in der Weltrangliste ins Rennen gehen. Doch aufgrund der Olympiaregelung dürfen diverse Top-30-Athleten gar nicht starten. Und das ist nicht im Sinne des Sports.“

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