Mit 40 von 42 möglichen Stimmen wurde Matthias Stadler (SPÖ) am Montagvormittag bei der konstituierenden Gemeinderatssitzung erneut zum Bürgermeister der Stadt St. Pölten gewählt.
„Das Ergebnis war ein Schock“, gibt der alte und neue Bürgermeister von St. Pölten, Matthias Stadler, bei der konstituierenden Gemeinderatssitzung unverblümt zu. Denn bei der Wahl am 25. Jänner büßten die Roten nach einem Stimmendebakel ihre absolute Mehrheit ein. Mit einem Minus von 13,41 Prozent wurde bei der Gemeinderatswahl ein Rekordverlust eingefahren.
Kleinstmögliche Zweierkoalition
Ein daher notwendiger Koalitionspartner wurde mittlerweile in den Grünen gefunden. Für den Stadtchef sei das Resultat dennoch ein eindeutiger Auftrag, die nächsten fünf Jahre politisch zu gestalten. Hierfür sei mit den Grünen „ein umfangreiches Programm“ sowie „ein klarer Leitfaden und eine Richtlinie für die Zukunft“ paktiert werden.
Bürgermeister wiedergewählt
Seit 2004 bekleidet Matthias Stadler das Amt des Bürgermeisters von St. Pölten. Mit 40 von 42 möglichen Stimmen wurde der 60-Jährige am Montagvormittag erneut zum Oberhaupt der niederösterreichischen Landeshauptstadt gewählt. „Das ist das wohl beste Ergebnis meiner ganzen Bürgermeister-Abstimmungen“, freut sich Stadler, der seine fünfte volle Amtszeit antritt.
Auf Augenhöhe
Die Vizebürgermeister Michael Kögl (SPÖ) und Florian Krumböck (ÖVP) wurden mit 30 beziehungsweise 25 Stimmen gewählt. Die Vertreter aller Parteien gaben sich bei der konstituierenden Sitzung und dem zuvor teils hitzigen Wahlkampf versöhnlich. Man erwarte nun jeweils Gespräche auf Augenhöhe. ÖVP, FPÖ, NEOS und KPÖ kündigen aber auch harte und kritische Oppositionsarbeit an.
Ein Rundumschlag
Angriffig in ihrer Wortmeldung war jedoch einzig Susanne Binder-Novak – und zwar gegen ihre Ex-ÖVP-Kollegen. Wie berichtet, ist die Rechtsanwältin nach einem Disput um die Stadtrat-Besetzung nun „wilde“ Mandatarin. Auffallend: Bei ihrem Rundumschlag, der sich vor allem gegen Florian Krumböck gerichtet hat, wurde sie von den ÖVP-Gemeinderäten keines Blickes gewürdigt.
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