ÖSV-Abfahrerin verrät

„Selten hat mich ein Sportmoment so tief erfasst“

Vorarlberg
23.02.2026 06:25

Kreuzband-Reha statt Olympia – der Februar brachte für ÖSV-Speedspezialistin Magdalena Egger nicht das ursprünglich erhoffte Programm. Doch anstatt Trübsal zu blasen, arbeitete die 25-Jährige in den letzten Wochen hart fürs Comeback, ließ sich nebenbei fast keine Minute der Spiele in Mailand/Cortina entgehen und erlebte einen ganz speziellen Moment.

„Ich bin zum Glück bereits sehr alltagsfähig, kann sogar schon Stiegen rauf- und runtergehen“, strahlt Magdalena Egger, die sich am 10. Jänner bei der Weltcupabfahrt in Zauchensee das vordere Kreuzband und das Seitenband im rechten Knie gerissen hatte. Statt in Cortina ihr Olympiadebüt zu geben, legte die Lecherin in ihrer Heimat bei Astrid Rhomberg die Grundsteine für ihr Comeback. „Drei Wochen nach der Operation konnte ich die Krücken weglegen und auch die Ärzte im Sanatorium Kettenbrücke, wo ich operiert wurde, sind sehr zufrieden mit mir.“

Reha in Lech und Dornbirn
So verwundert es nicht, dass die 25-Jährige bereits die nächsten Schritte gemacht hat. „Vorigen Montag war ich zum ersten Mal im Olympiazentrum Vorarlberg“, verrät die angehende Justizwachebeamtin. „Dort werde ich in der nächsten Phase der Reha immer von Montag bis Mittwoch sein und den Rest der Woche dann in Lech arbeiten.“ Wie genau die Inhalte ausschauen, ist zwar noch nicht definiert, aber: „Fix ist, dass das Training jetzt schon wieder intensiver wird.“

Intensiver TV-Sport
Apropos intensiv: Das war für „Mäggy“ auch Olympia. „Ich habe mir ungefähr 90 Prozent aller Bewerbe angeschaut. Ich habe meinen Alltag so gestaltet, dass ich bis zu den ersten Bewerben mit den Sachen fertig war, die ich nicht im Wohnzimmer machen konnte“, schildert sie einen typischen Olympia-Tag. „So konnte ich sehr viel im Fernsehen verfolgen, im Speziellen natürlich die Bewerbe, bei denen Leute am Start waren, die ich persönlich kenne.“

Treffen mit der Olympiasiegerin
Allen voran ÖSV-Teamkollegin Ariane Rädler, die in der alpinen Team-Kombination mit der Niederösterreicherin Kathi Huber das einzige Alpin-Gold für Österreich holen konnte. „Das war ein unglaublicher Moment und ich habe mich so sehr für sie gefreut, weil es eine richtige Teamleistung war“, sagt Egger. „Ari hat so viel hinter sich und es sportlich, aber auch menschlich zu 120 Prozent verdient. Es hat selten einen Moment gegeben, der mich so lang und so tief erfasst hat.“ Dementsprechend herzlich waren auch die Gratulationen, als sich die beiden am Montag in Dornbirn erstmals persönlich wiedersahen.

Alessandro „Izzis“ Hämmerle zweites Gold war für Magdalena Egger „Wahnsinn“.
Alessandro „Izzis“ Hämmerle zweites Gold war für Magdalena Egger „Wahnsinn“.(Bild: Christof Birbaumer)

„Das war ein Wahnsinn“ 
Aber auch das zweite Gold von Alessandro Hämmerle ließ sie nicht kalt. „Der hatte zuletzt auch schwere Zeiten, in denen es nicht lief und nicht alles goldig glänzte“, weiß Mäggy. „Mit dem gesundheitlichen Background der letzten zwei, drei Jahre und dem Akutzustand – dass es ihn am Olympiatag körperlich zusammengehaut hat – den Sack nochmals so zuzumachen, das war ein Wahnsinn.“

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