Egger im Interview:

„Man tut alles dafür, damit das nicht passiert“

Vorarlberg
15.01.2026 18:55

Im Dezember gelang Magdalena Egger mit Rang zwei in der Weltcupabfahrt der endgültige Durchbruch. In Zauchensee riss sie sich die Vorarlbergerin am Samstag das Kreuzband im rechten Knie. Jetzt verriet die 24-Jährige der „Krone“, was ihr direkt nach dem Sturz durch den Kopf gegangen ist, zudem sprach sie über Risikomanagement und die Olympiarennen in Cortina.

„Krone“: Magdalena, wie geht es dir, wie ist die Kreuzband-OP verlaufen?
Magdalena Egger: Die hat super geklappt. Die Ärzte im Sanatorium Kettenbrücke haben mich ordentlich zusammengeflickt. Aktuell habe fast keine Beschwerden und konnte am Mittwoch in Lech auch schon bei Astrid Rhomberg mit der Physio anfangen.

Was waren die ersten Gedanken nach dem Sturz?
Am Anfang habe ich mir gar nichts gedacht. Als ich wie ein Käfer im Netz hing, habe ich mein rechtes Knie ein bisschen gespürt. Aber nicht als Schmerz, eher als Unwohlsein. Nachdem ich aufgestanden war und das Knie durchbewegt hatte, glaubte ich sogar, dass alles passt. Beim Einsteigen in die Bindung ist mir mein Knie aber so „abgehaut“, dass ich wusste: Verdammt! Natürlich hofft man weiterhin, dass es „nur“ ein Innenband ist

Es war aber das Kreuzband – für dich zum ersten Mal. Ist es im Skisport eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis man sich das Kreuzband reißt?
Das ist ganz schwer zu sagen. Es wäre aber naiv zu glauben, dass es nicht passieren könnte. Man tut natürlich alles dafür, dass es nicht passiert. Sei das im Konditraining im Sommer, damit man einfach körperlich für die Belastungen gerüstet ist. Man schaut, dass es mental passt. Man versucht, alle möglichen Risikofaktoren so gering wie möglich zu halten. Aber natürlich bleibt immer irgendwo ein Restrisiko.

Man ist sich dieses Risikos also bewusst?
Natürlich, aber es fordert von jeder Athletin und jedem Athleten ein eigenes Risikomanagement. Bislang habe ich das auch sehr gut im Griff gehabt. Klar ist jetzt etwas passiert. Aber es nicht passiert, weil ich unnötiges Risiko eingegangen bin, etwas falsch eingeschätzt habe oder etwas Hirnrissiges gemacht hätte. Deshalb kann ich mir in dieser Hinsicht auch nichts vorwerfen.

Beim Sturz in Zauchensee landete Magdalena Egger im Fangnetz.
Beim Sturz in Zauchensee landete Magdalena Egger im Fangnetz.(Bild: GEPA)

War dein jetziger Sturz mit jenem vor drei Jahren beim Europacup-Super-G in Zauchensee vergleichbar?
Wenn du dann wieder dort liegst, suchst du natürlich Gründe und auch Parallelen. Im Jänner 2023 waren wesentlich schlechtere Bedingungen. Auch diesmal waren es definitiv keine optimalen Verhältnisse. Im Vergleich zu damals habe ich es am Samstag aber nicht als gefährlich empfunden. Auch nicht im Nachhinein.

Du hast unzählige Genesungswünsche in den sozialen Medien bekommen. Wie gut tut das?
Natürlich wünscht man sich eher Reaktionen auf ein positives, sportliches Ereignis. Aber es ist schon was Schönes, wenn man so viel Resonanz bekommt. Nicht nur Mitleid, sondern ganz viele Reaktionen, die mich als Mensch schätzen.

Weißt du schon, wie die Reha laufen wird?
Wir werden auf jeden Fall alle Möglichkeiten besprechen und dann entscheiden, wie es weitergeht. Die Akutphase jetzt nach der Operation werde ich aber hier in Lech machen.

Wirst du dir die Olympia-Rennen in Cortina im TV anschauen oder hältst du das nicht aus?
Momentan fällt es mir noch gar nicht schwer, Skirennen anzuschauen. Weil ich so weit weg davon bin, selbst fahren zu können. Wie es aussieht, wenn ich wieder das Gefühl habe, fit genug zu sein, können wir dann besprechen, wenn es wieder soweit ist.

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