Na, Mahlzeit!

„Kochverbot“ in Büros lässt die Gemüter brodeln

Burgenland
20.02.2026 07:58

Die einen kochen, die anderen rümpfen die Nase: In einem Bürokomplex in Eisenstadt wird wegen frisch zubereiteter Mahlzeiten gestritten.

Endlich Mittagspause, der Magen knurrt. In vielen Büros bedeutet das: entweder wird bestellt, mitgebrachtes Essen aufgewärmt oder schnell ein einfaches Gericht zubereitet. In einem Bürokomplex in Eisenstadt lässt das heiße Essen aber offenbar auch die Emotionen hochkochen. In dem modernen Gebäude der OSG finden sich mehrere Parteien unter einem Dach. Dazu zählen etwa ein Lehrlingsausbildungsinstitut, ein Ziviltechniker sowie Ordinationen. Und besonders die Ärzte leiden an den umherschwirrenden Gerüchen der Mahlzeiten – und wohl auch manch Patient, der nüchtern kommen muss.

Kalte Küche
Mit einem Rundschreiben an die Eigentümer und Nutzungsberechtigten drehte die OSG daher den Ofen ab: „Wir möchten darauf hinweisen, dass das Kochen in den Büroräumlichkeiten nicht gestattet ist“, steht zu lesen. Bei der vorhandenen Küche handle es sich „ausschließlich um eine Teeküche.“ Die Lüftungsanlage sei für Kochvorgänge nicht dimensioniert. „Wir ersuchen daher, auf das Zubereiten von Speisen (insbesondere mit starker Geruchs- und Dampfentwicklung) zu verzichten“, so das Schreiben.

„Haben Sie sowas schon gehört?“
Manchen Betroffenen schmeckt das nicht: „Haben Sie sowas schon mal gehört? Ich kann Ihnen versichern, von allen mir bekannten Mietern wurden keine Festessen gekocht, Fleisch geselcht oder gar ein Griller aufgestellt.“ Zumal die OSG den Umbau der Teeküchenzeilen in richtige Küchen sogar gestattet habe, heißt es.

Kein „Kochverbot“
Laut OSG-Chef Alfred Kollar gibt es allerdings kein generelles „Kochverbot“: Das Zubereiten oder Aufwärmen von Speisen im üblichen Rahmen sei natürlich nach wie vor erlaubt. Allerdings seien im Zuge der Lehrlingsausbildung offenbar auch Kocheinheiten in Büroräumlichkeiten durchgeführt worden und dafür sei die Lüftungsanlage schlicht nicht ausgelegt. Zumal es sich eben um eine Teeküche handle, so Kollar: „Das Wort Teeküche sagt eigentlich schon alles.“

Essengerüche
In den Ordinationen der Ärzte sei ständig der Essensgeruch gestanden, Mitarbeiter der OSG hätten dies bestätigt. „Ich denke, niemand will dauerhaft mit Essensgerüchen belästigt werden“, sagt Kollar. Mit der Ausbildungseinrichtung habe man deswegen das Gespräch gesucht, diese habe das Problem eingesehen.

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