VCÖ-Analyse

Immer mehr Vorarlberger lassen das Auto stehen

Vorarlberg
18.02.2026 09:00
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

34 Prozent der über 16-Jährigen im Ländle lenken mittlerweile nie oder nur selten ein Auto. Mit der Initiative „Autofasten“ wollen die katholische und die evangelische Kirche sowie der VCÖ diesen Trend unterstützen. 

Die Entwicklung ist eindeutig, das Auto verliert im Ländle zunehmend an Popularität, wie eine VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der Statistik Austria belegt: Demnach lenken 61.000 Vorarlbergerinnen und Vorarlberger (18 Prozent) nie ein Auto, weitere 53.000 (16 Prozent) haben selten ein Lenkrad in der Hand. Gegenüber dem Jahr 2019 ist die Zahl der „Automuffel“ somit um rund 19.000 Personen gestiegen. Klammert man die Millionenstadt Wien aus, ist im Bundesländer-Vergleich der Anteil derjenigen, die nie oder nur selten am Steuer eines Pkws sitzen, in Vorarlberg am höchsten. „In den westlichen Bundesländern Vorarlberg, Tirol und Salzburg wird weniger Auto gefahren als in den östlichen Bundesländern.

Zu Fuß gehen statt mit dem Auto zu fahren
Gleichzeitig sind in Vorarlberg, Tirol und Salzburg mehr Menschen mit öffentlichen Verkehrsmitteln und dem Fahrrad mobil. Ein besseres Angebot beim öffentlichen Verkehr und bei der Radinfrastruktur einerseits und eine kompaktere Siedlungsstruktur andererseits zeigen Wirkung. Zersiedelung hingegen macht abhängig vom Auto und führt zu mehr Autoverkehr“, erklärt VCÖ-Experte Michael Schwendinger. Pünktlich zum Aschermittwoch startet nun die Initiative „Autofasten“, die unter dem Motto „Fair zu Fuß unterwegs“ steht. „Gehen ist die gesündeste, kostengünstigste und umweltfreundlichste Mobilität. Das Potenzial, dass mehr zu Fuß gegangen wird, ist groß. Immerhin ist rund jede zehnte Autofahrt in Gehdistanz“, so Schwendinger.

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Gehen ist die gesündeste, kostengünstigste und umweltfreundlichste Mobilität.

Michael Schwendinger, VCÖ

Vorarlberger gut zu Fuß
Bereits jetzt ist das Gehen in Vorarlberg die häufigste Mobilitätsform. 217.000 Vorarlbergerinnen und Vorarlberger, das sind zwei Drittel der Bevölkerung ab 16 Jahren, gehen täglich zu Fuß. Weitere 65.000 sind mehrmals die Woche per Pedes unterwegs. Seitens des VCÖ würde man sich wünschen, dass die Fußgänger im Verkehr auch eine entsprechende Beachtung finden. Wichtig sei, dass Gemeinden und Städte mit einer fußgängerfreundlichen Verkehrsplanung die Bedingungen für das Zu-Fuß-Gehen laufend verbessern. Einen großen Einfluss auf das Mobilitätsverhalten hätten auch die Siedlungsstruktur sowie die Ortsentwicklung.

Verbesserte Luft und Lebensqualität
Die Gleichung ist denkbar simpel: Wo es eine gute Nahversorgung und eine gute soziale Infrastruktur gibt, sind mehr Menschen zu Fuß unterwegs und die Ortskerne sind belebter. „Wenn die Bevölkerung viele Alltagswege zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen kann, ist sie deutlich kostengünstiger mobil. Und weniger Autoverkehr bedeutet weniger Abgase, weniger Lärm, weniger Staus und für Anrainerinnen und Anrainer verbessern sich Luftqualität und Lebensqualität“, verweist Schwendinger abschließend auf die vielfältigen Vorteile des Autofastens.

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