Muttertier erschossen

Slowakei: Naturschützer sorgen sich um Bärenkinder

Ausland
17.02.2026 16:27
Porträt von krone.at
Von krone.at

In der Slowakei ist ein Förster von einer Braunbärin angegriffen und verletzt worden. Sein Sohn, der ihn begleitete, erschoss das Tier daraufhin. Nun wurde entdeckt, dass die Bärin drei Jungtiere hatte, die noch nicht für sich selbst sorgen können.

Der slowakische Umwelt-Staatssekretär Filip Kuffa schilderte auf seinem Facebook-Profil, dass der Förster (57) und sein Sohn den Holzbestand in einem Bergwald kontrolliert hätten. Dabei hatten sie auch einen Jagdhund dabei. Plötzlich sei eine Bärin aufgetaucht und habe die beiden Männer angegriffen. Der Vater gab daraufhin mehrmals Schüsse ab. Dennoch stürzte sich das Tier auf ihn und biss zu. Um den Förster zu verteidigen, griff sein Sohn zu einer Kurzwaffe und erlegte die Braunbärin mit mehreren Schüssen.

Der Vater musste wegen mehrerer Wunden und Bisse in einem Krankenhaus behandelt werden, der Jagdhund verendete. Ein Sprecher des „Einsatzteams Braunbär“, das zum staatlichen Naturschutz gehört, sagte nun, dass das tote Raubtier als säugendes Muttertier erkennbar gewesen sei. Man habe inzwischen drei, etwa einen Monat alte, Jungtiere in einer nahen Höhle gefunden. Sie seien sehr geschwächt und alleine noch nicht lebensfähig gewesen. Vor allem das einzige männliche Bärenjunge sei stark dehydriert gewesen und habe tierärztliche Behandlung gebraucht.

Hier sehen Sie Fotos von den entdeckten Bärenjungen:

Die drei Bärenkinder wurden in einen Zoo im westslowakischen Bojnice gebracht. Laut der offiziellen Zählung leben in unserem Nachbarland ungefähr 1200 Bärinnen und Bären in freier Wildbahn. Normalerweise gehen sie Menschen aus dem Weg, wenn sie diese rechtzeitig bemerken. Zu Angriffen kommt es vor allem bei überraschenden Zusammentreffen und wenn Muttertiere ihre Jungen gefährdet sehen. In den vergangenen Jahren endeten mehrere Zusammenstöße tödlich.

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