Klaudia Kögl ist mit Pferden aufgewachsen. Auch wenn sie immer irgendwie zu ihrem Leben gehörten, hatte sie länger doch kaum Zeit für ihr Hobby. Vor sechs Jahren aber fand sie ihr Seelenpferd. Jac ist ein American Quarterhorse und kann zwar keine Gedanken lesen, aber dafür Gefühle spüren.
Mit Jac ist Kögl wieder ganz in die Pferdewelt „hineingekippt“. Mittlerweile bietet die Apetlonerin Pädagogik mit Pferden – eine tiergestützte Pädagogik- und Therapieform an. „Als ich Jac kennengelernt habe, wurde mir erklärt, er ist eine Nummer zu groß für mich, weil er sehr willensstark ist. Aber gerade das habe ich gebraucht. Ich für meine Entwicklung genauso, wie er für seine. Wir sind zusammengewachsen und verstehen uns blind. Jac ist sehr ehrlich, hochsensibel und das sanfteste Pferd, das ich kenne“, zeichnet sie ein liebevolles Bild ihres Herzenspferdes. Er ist ihr Fels in der Brandung, egal was auf sie zukommt.
Mittlerweile sind auf ihrer kleinen Ranch in Apetlon insgesamt vier Pferde eingezogen. Jac, Buck, Lio und Quentino begeistern mittlerweile nicht nur sie, sondern auch etliche Kinder und Erwachsene. „Reiten wird bei mir zum Erlebnis“, verspricht sie. Auch wenn man vorher wenig mit Pferden am Hut hatte, ihr besonderer Umgang mit den Tieren und die Verbindung, die man aufbauen kann, kann süchtig machen. Lernen durch Erleben spielt bei ihr eine wichtige Rolle.
„Ich reite meist ohne Trense, weil das Maul der Pferde sehr sensibel ist. Man kann sich vorstellen, dass es nicht angenehm ist, wenn da unsanft herumgerissen wird“, so Kögl. Ohne Zaumzeug, nur mit Halsring und Strick auszureiten ist die Königsklasse, die die Apetlonerin beherrscht und auch ihren Klienten beibringt. „Besonders wichtig ist es, die Sprache der Pferde zu können. Dann kann man ihnen auf Augenhöhe begegnen und wir nie enttäuscht sein.“
Seit sie reitet, tut sie das auf Art des Parelli Natural Horsemanships – ein 1981 von Pat und Linda Parelli entwickeltes Ausbildungsprogramm für Mensch und Pferd, das auf Respekt, Vertrauen und gewaltfreier Kommunikation basiert.
Die Sprache der Pferde kann jeder lernen. Und was auch wissenschaftlich bestätigt ist, Pferde sind die besten Therapeuten. Egal, ob man reitet und durch die rythmischen Bewegungen beide Gehirnhälften gleichermaßen stimuliert werden, oder ob man dadurch seine Balance trainiert – die sanften Riesen tun gut. Kommt man zu Klaudia Kögl in den Freilaufstall, dann wird einem allerdings auch nicht das gesattelte Pferd in die Hand gedrückt. „Jeder Moment mit dem Pferd ist wunderbar. Auch das Putzen. Gerade da baut man eine Verbindung zu dem Tier auf. Heißt, ohne dem geht es gar nicht“, lacht die Pferdeflüsterin. Sie bietet Einzel- und Gruppenstunden für Kinder und Erwachsene – und mittlerweile auch für Senioren an. Ihre „Auszeit mit Pferd“ ist meist allein durch die Mundpropaganda ausgebucht. Heuer gibt es auch wieder einige Tagescamps und sogar Halbtagescamps. Wer neugierig geworden ist und Klaudia, Jac, Buck, Lio und Quentino kennenlernen möchte: Mehr Infos gibt es unter pferdeerlebnis-seewinkel.at
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