Aus Sicherheitsgründen

US-Flughafen an Grenze zu Mexiko gesperrt

Außenpolitik
11.02.2026 17:14
Porträt von krone.at
Von krone.at

An einem wichtigen Drehkreuz in Texas an der Grenze zu Mexiko haben die USA plötzlich den Flugbetrieb eingestellt. US-Regierungskreisen zufolge ist diese auf ein Eindringen von Drohnen mexikanischer Kartelle zurückzuführen. 

Aus „besonderen Sicherheitsgründen“ gebe es bis zum 21. Februar keine Starts und Landungen am El Paso International Airport, teilte die US-Luftfahrtbehörde FAA am Mittwoch zunächst mit. Auch der Flughafen El Paso erklärte auf Instagram, dass alle Flüge vom und zum Flughafen gestrichen seien. Die FAA machte keine näheren Angaben zu den Sicherheitsgründen.

Der Airport ist nicht nur für Passagier-, sondern auch für Frachtflüge wichtig. Mit 700.000 Einwohnern liegt El Paso an der 23. Stelle unter den bevölkerungsreichsten Städten des Landes.

Wohl überraschende Entscheidung
Vonseiten des Flughafens hieß es auf Instagram, dass alle Flüge vom und zum Flughafen „kurzfristig“ gestrichen seien. Nähere Angaben zu den Sicherheitsgründen gab es nicht. Die Entscheidung dürfte überraschend erfolgt sein, weder Mitglieder der Stadtregierung noch des Flughafens konnten Auskunft über die Gründe geben. Auch Airlines waren nicht im Vorfeld informiert worden.

Piloten könnten verhaftet werden
Informationen der Agentur Reuters zufolge war in der Gegend auch der Luftraum in einem Radius von rund 18 Kilometern gesperrt, bei dem angrenzenden mexikanischen Luftraum gilt das demnach nicht. Flugzeuge, die in den Luftraum einflögen, seien nicht betroffen, könnten aber abgeschossen werden. Piloten könnten „abgefangen, verhaftet und verhört“ werden.

Sperrung wieder aufgehoben
Später hieß es, das Verteidigungsministerium habe „Maßnahmen“ ergriffen, um die Drohnen außer Gefecht zu setzen, teilte ein hochrangiger Regierungsbeamter der Deutschen Presse-Agentur mit. Für den kommerziellen Flugverkehr habe keine Gefahr bestanden. Die Sperrung sei nun wieder aufgehoben worden, wird berichtet.

Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum bestätigte die US-Angaben nicht: „Es gibt keine Informationen über den Einsatz von Drohnen an der Grenze“, sagte sie auf ihrer täglichen Pressekonferenz. Die FAA könne sich bei Fragen an die mexikanische Regierung wenden.

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