Für Medaillenhelden

Auf der Silber-Party im Hotel galt Alkoholverbot

Olympia
12.02.2026 06:04

Österreichs Kombi-Held Johannes Lamparter stürmte gestern auf der Normalschanze als Zweiter zur ersten Olympia-Medaille. Bei der wilden Silber-Party im Hotel galt für ihn jedoch Alkoholverbot.

Nach dem gegen den Norweger Jens Luraas Oftebro knapp verlorenen Zielsprint um Kombi-Olympia-Gold auf der Normalschanze riss Johannes Lamparter die Arme jubelnd in die Höhe. Ein Bild, das mehr als tausend Worte die Gefühlswelt des Tiroler Kombi-Helden beschrieb: „Ich habe mir geschworen, dass ich nicht wieder wie in Peking Vierter werde. Ich habe mir mit der Silbermedaille meinen Kindheitstraum erfüllt. Was gibt es Schöneres.“

Johannes Lamparter
Johannes Lamparter(Bild: Andreas Tröster)

Der 24-Jährige kämpfte beim Interview-Marathon im Langlauf-Stadion in Tesero mit seinen Emotionen, spätestens beim ersten Treffen mit den Eltern und Schwester Anna flossen aber dicke Freudentränen: „Es gibt keinen emotionaleren Moment. Es ist mega, vor Familie und Freunden Silber zu gewinnen.“

Die Lamparter-Fans mussten im 10-km-Langlauf lange mit Johannes mitzittern. „Es hat am Anfang ausgeschaut, wie wenn der Steff (Anm. Rettenegger) der ist, der um die Medaillen läuft. ,Jo’ hat uns alle überrascht, wie er das Rennen gestaltet hat“, sagte Kombi-Chef Christoph Bieler. Der begeisterte Hobby-Radsportler lief auf der tiefen und kräfteraubenden Loipe nicht nur den eigenen Zweifeln davon: „Nach dem ersten Training habe ich gewusst, das sind jetzt nicht gerade meine Bedingungen.“

Der Doppel-Weltmeister von Oberstdorf 2021 lieferte auch taktisch eine seiner besten Leistungen ab, übernahm in der Spitzengruppe um den späteren Sieger Oftebro keine Führungsarbeit. „Ich wusste, dass es in der letzten Runde um alles geht. Irgendwann ist es zur Sache gegangen. Ich habe meine letzten Kräfte ausgeschöpft und einige Sterne gesehen.“

Ein Vier-Jahres-Projekt
Das gestrige Langlauf-Rennen dauerte knapp 30 Minuten, Lamparter hatte in diese Medaille aber vier Jahre Arbeit gesteckt: „Seit Peking habe ich sehr viel investiert und geopfert. Ich habe an allen Schrauben gedreht, um besser und stärker zu werden. Bei der Ernährung, bei der Erholung, beim Schlaf, beim Material.“

Der Ehrgeiz ist mit Silber noch nicht gestillt, auf die Kombinierer warten zwei weitere Bewerbe auf der Großschanze. Lamparter wollte deswegen die Medaillen-Party trocken begehen: „Ich werde nichts trinken. Ich bin in der Form meines Lebens.“

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