Kampf ums Überleben
Papst Leo schickt 80 Generatoren in die Ukraine
Bei Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt lässt Wladimir Putin Wohngebäude und Energieanlagen in der Ukraine gnadenlos bombardieren. Viele Menschen frieren sogar in ihren Wohnungen. Für etwas Wärme will nun Papst Leo sorgen, denn er lässt 80 Generatoren ins Kriegsgebiet schicken.
Die Zivilbevölkerung hat angesichts der seit Wochen andauernden Kälte und der permanenten und gezielten Angriffe aus Russland zunehmend Probleme, mit den alltäglichen Herausforderungen zurechtzukommen. Für viele Menschen ist es ein Kampf ums Überleben.
Der Vatikan hat nun auf Appelle zahlreicher Bischöfe und Kardinäle reagiert und ließ 80 Stromgeneratoren sowie medizinische Hilfsgüter in die Ukraine geschickt. Drei Lkw sind in Rom gestartet und bereits in den Regionen Fastiv und Kiew angekommen.
Geladen waren neben den Generatoren auch Entzündungshemmer, Antibiotika, Nahrungsergänzungsmittel und Melatonin, das stark nachgefragt wird, weil die Ukrainer wegen der russischen Attacken stark unter Stress und Schlafmangel leiden. Der Vatikan stellte zudem weitere Lieferungen in Aussicht.
Dringender Appell von Michael Landau
In Österreich hat Caritas-Europa-Präsident Michael Landau eindringlich zur verstärkten Hilfe aufgerufen. Er wolle den jüngsten Solidaritätsappell von Kardinal Christoph Schönborn aufgreifen, sagte Landau, der am Sonntag im Wiener Stephansdom dem Hochamt vorstand. „Die Ukraine kämpft ums Überleben! Lassen wir nicht nach im Einsatz! Das ist kein Sprint, das ist ein Marathon. In Wahrheit ist es ein Ultrahilfsmarathon, den Österreich und Europa laufen müssen.“
Er berichtete in seiner Predigt über die aktuelle Lage in der Ukraine und hob zugleich ganz generell die Sorge für die Armen als zentral für die Kirche hervor. Die Ukraine kämpfe gegen den Kältetod, mehr als zwölf Millionen Menschen seien im mittlerweile vierten vollen Kriegswinter nach dem russischen Überfall auf humanitäre Hilfe angewiesen, sagte Landau.
Halbe Million Menschen ohne Heizung
In der Hauptstadt Kiew und der umliegenden Region seien Hunderttausende Menschen ohne Heizung und ohne Strom. „Hunderte mehrstöckige Wohngebäude der Hauptstadt sind ohne Heizung, nach Schätzung sind mindestens eine halbe Million Menschen allein in der Region der Hauptstadt betroffen.“
Landau berichtete von den Auswirkungen auf die Menschen: „In den Treppenhäusern haben sich zum Teil Eiszapfen gebildet; hinter verschlossenen Türen leben Menschen, die aufgrund ihrer körperlichen Verfassung das Haus nicht verlassen können. In vielen Wohnungen beträgt die Temperatur nur noch sechs oder sieben Grad.“
Wärmestuben und Essensausgabe
Besonders gefährdet seien Menschen mit Behinderungen, alleinstehende Seniorinnen und Senioren sowie Familien mit kleinen Kindern. Landau weiter: „Wärmestuben und Essensausgaben wurden eingerichtet. Ein einziger Teller mit warmer Suppe kann den physischen Zustand eines Menschen entscheidend stützen.“
Landau lud auch dazu ein, sich am 19. Februar am Stephansplatz an einer Caritas-Kerzenaktion zu beteiligen. An diesem Abend sollen Tausende Kerzen zum Leuchten gebracht werden, „um der Toten und Leidenden in der Ukraine zu gedenken und um mit Papst Leo verbunden um Frieden zu beten – ein Frieden, der immer auch Werk der Gerechtigkeit ist.“









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